Plan soll Wege zeigen, die Kasseler Innenstadt lebendiger zu machen

Schöner wohnen in der City

Kassels Innenstadt aus der Luft betrachtet: Östlich von Königsplatz (unten), Druselturm (Mitte) und Martinskirche (oben) könnte nach Vorstellungen der Planer eine lebens- und liebenswerte „Neue Altstadt“ entstehen. Foto: Herzog / Charterflug Kassel Knabe

MitTe. Die Innenstadt zwischen Kulturbahnhof, Uni-Campus, Fulda und Weinberg soll zum Wohnen attraktiver werden. Derzeit leben in dem rund 180 Hektar großen Areal 7800 Einwohner. In einigen Jahren dürfte ihre Zahl steigen, denn die Planer haben einen Trend ausgemacht. Von einer „Renaissance der Innenstadt“ spricht Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Schulze.

Der Hochschullehrer aus dem Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Kasseler Uni hat zusammen mit seinen Kollegen den „Perspektivplan Wohnen“ zur Entwicklung der Kasseler Innenstadt erarbeitet. Der soll jetzt als Diskussionsgrundlage dienen, um neue Wohnformen in den alten Häuserbestand zu bringen und ein schöneres Wohnen im Herzen der Stadt zu ermöglichen. Bis zur wirklichen Neubelebung der City wird es freilich noch viele Jahre dauern. Der jahrelange Streit um den Umbau des Quartiers Entenanger (siehe Artikel unten) zeigt, dass es nicht leicht ist, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen. Immerhin habe Kassel den Vorteil, dass schon heute mehr Menschen in der Innenstadt wohnen als das in anderen Städten der Fall ist, berichtet Schulze.

Bereits seit dem Jahr 2005 beschäftigt sich die Verwaltung mit der Frage, wie es mit dem Wohnen in der Innenstadt weitergehen soll, sagt Kassels kommissarischer Stadtbaurat Dr. Jürgen Barthel (SPD). Deshalb hat der Magistrat die Fachleute der Kasseler Uni mit dem Perspektivplan Wohnen beauftragt. Denn es gilt, im Zentrum eine Menge Probleme zu lösen. Da geht es um die Zukunft des Quartiers rund um den Kulturbahnhof, wo derzeit das Hotel Reiss wieder herausgeputzt wird, um das Schillerviertel zur Wolfhager Straße hinunter und ebenso um die Frage, was auf dem Grundstück des aufgegebenen Stadtbades Mitte entstehen oder künftig mit der alten Hauptpost geschehen soll. Den Perspektivplan will die Stadt demnächst im Online-Angebot www.stadt-kassel.de für alle Interessenten zugänglich machen. ARTIKEL UNTEN

Von Jörg Steinbach

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.