Mehr als 500 Plätze

Schoppen im Kupferkessel: Wolpertinger wird zum Sudhaus

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Die Chefs im neuen Sudhaus: Frank Schicker (links) und Armond Soltan. 

Kassel. Die riesigen Kupferkessel, in denen sich so herrlich zechen lässt, sind blitzblank poliert.

Und in der Küche zeichnet mit Frank Schicker einer der höchstdekorierten Köche der Region für die nagelneue Speisekarte verantwortlich. Aus dem ehemaligen Wolpertinger an der Hafenstraße 54 ist das Sudhaus geworden.

Frank Schicker, der es vor Jahren mit seiner „Alten Apotheke“ in Melsungen zu einem Michelin-Stern brachte, wagt sich nach Jahren als Edel-Caterer nun auch wieder in die Gastronomie. Zusammen mit seinem Betreiber-Kollegen Armond Soltan will er den schlafenden Riesen an der Hafenstraße wieder zum Leben erwecken. Die Brauerei-Gaststätte im denkmalgeschützen alten Sudhaus der früheren Herkules- und späteren Binding-Brauerei hat drinnen 200 und im riesigen Biergarten mehr als 500 Plätze.

Mehrere Wochen wurde das in die Jahre gekommene, seit 1994 bestehende „Wolpertinger“ grundsaniert und ordentlich aufgehübscht. Die Radeberger-Gruppe, zu der Binding gehört, hat sich die Kneipen-Kur einen mittleren sechsstelligen Betrag kosten lassen. Jetzt glänzen nicht allein die historischen Sudkessel, sondern auch die beiden neugestalteten Säle für das Veranstaltungsgeschäft: Das Jagdzimmer für 60 Personen und der Festsaal für bis zu 50 Gäste.

Draußen im größten Biergarten der Stadt auf dem ingesamt 3000 Quadratmeter großen Areal an der ehemaligen Brauerei, auf deren Gelände 2009 der Obi-Baumarkt errichtet wurde, wartet noch viel Arbeit auf die beiden „Sudhaus“-Macher. Ein Teil der alten Hütten auf dem Freigelände wurde bereits abgerissen, bis Mai nächsten Jahres soll auch der Biergarten grundlegend neugestaltet werden. Es wird dann auch überdachte Sitzplätze und eine separate Küche für die Freiluft-Saison geben.

Handwerklich gebraut

Aus den Zapfhähnen im Sudhaus läuft nicht nur Römer Pils und Naturtrüb von Binding, sondern auch Sion-Kölsch sowie Allgäuer Büble Hell. Zudem gibt es sechs Sorten handwerklich gebrautes Craft Beer.

Der Küchenchef sorgt mit seiner sechsköpfigen Brigade für regionale Schmeggewöhlerchen und klassische Brauhaus-Gerichte wie Spareribs, Schweinebraten und Hähnchenkeulen. Zudem gibt es hausgemachte Burger auf der Karte, die mit saisonalen Gerichten ergänzt wird. Geöffnet ist montags bis samstags von 17 bis 24 Uhr, sonntags gibt es Brunch von 10 bis 16 Uhr.

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