Jungforscher kommen in die City

Schülerforschungsnetzwerk Deutschland zieht nach Kassel in die Wilhelmsstraße

Rico Janusch und Klaus-Peter Haupt vor dem Standort des Schülerforschungsnetzwerkes Deutschland an der Wilhelmstraße in Kassel.
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Rico Janusch und Klaus-Peter Haupt vor dem Standort des Schülerforschungsnetzwerkes Deutschland an der Wilhelmstraße in Kassel.

Das neu gegründete Schülerforschungsnetzwerk Deutschland zieht nach Kassel in die Wilhelmsstraße 2.

Kassel - Es ist ein Vierteljahr her, dass Geschäftsführer Klaus-Peter Haupt und Sponsor Lukasz Gadowski das ambitionierte Großprojekt Schülerforschungsnetzwerk Deutschland vorgestellt haben. Und schon präsentiert Haupt in bester City-Lage den Standort für die künftige SFN-D-Schaltzentrale: ein attraktives Ladenlokal in der Wilhelmsstraße 2. Der Mietvertrag ist am Montag unterzeichnet worden.

Vielen Kasselern ist die Adresse noch als Elektronikgeschäft Heini Weber in Erinnerung. Bis vor Kurzem war hier ein Bettenladen ansässig. Für Haupt und seine Mitstreiter ist es nicht nur die „perfekte Lage“, sondern sie finden auch ideale Räumlichkeiten vor. „Es gibt eine gute Anbindung an Bus- und Tram-Linien sowie kurze Fußwege zum Hauptbahnhof und zum SFN in der Parkstraße.“

Mit 400 Quadratmetern Fläche plus 50 Quadratmetern Keller ist das SFN-D halb so groß wie der SFN-Neubau an der Parkstraße. In der Wilhelmsstraße wird nicht nur die Verwaltung des neuen Forschungszentrums Platz haben, sondern es werden Veranstaltungen angeboten, und Schüler können an ihren Projekten arbeiten.

Es gibt bereits konkrete Pläne: Im vorderen Bereich wird es einen Treff-, Gesprächs- und Instruktionsbereich geben mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten, Kaffee-Theke, Mikrowelle, Regalen für Geräte und Material sowie einer Videowand, die auch für Vorträge und Kurse genutzt werden kann. Im großen hinteren Bereich sollen mindestens zwölf „gemütliche Arbeitsnischen“ entstehen, abgetrennt und trotzdem kommunikativ. Sie können variabel ausgerüstet werden: mit Laptops, Geräten, Modellen, Experimentiermöglichkeiten.

Dazwischen wird es mit Blick auf den Eingangsbereich eine Recherchestation geben. Des Weiteren eine Bibliothek, ein Besprechungszimmer, das auch als Dunkelarbeitsraum genutzt werden kann, und ein Büro.

„Ich denke, die Räume sind für den Start ausreichend, um die Themen Halbleitertechnik, Solarenergie, Laser, digitale Elektronik, Physik und Musik, Wellenphysik, Wärmeströmungen, Mint für Grundschulen und mehr zu bespielen“, sagt ein zufriedener Haupt. „Selbst wenn wir uns vergrößern sollten, wird die Wilhelmsstraße unser Innenstadt-Showroom bleiben.“ Die großen Schaufenster seien geeignet, um das SFN-D auch öffentlich zu präsentieren. Zurzeit werden sie ausgestattet mit Objekten aus dem SFN: Mars-Rover, Stratosphären-Ballon, Hexapod und Fernrohren.

Auf den zwei Parkplätzen auf der Rückseite können Solaranlagen für Experimente installiert werden, erklärt Haupt. Auch die Mannschaft des SFN-D wachse und die Teambildung nehme Fahrt auf. Als Büroleiter stehe SFN-Mitarbeiter Rico Janusch fest. Zwei ehemalige Lehrerkollegen Haupts stellen sich als Ehrenamtliche zur Verfügung, und die Rekrutierung weiterer Coaches und Trainer laufe auf Hochtouren.

Derweil hat ein Innenarchitekt mit den Plänen für die neuen Räume begonnen. Die Jugendlichen aus dem SFN sind aufgefordert, sich an der Gestaltung der Wände und der Einrichtung aktiv zu beteiligen. Haupt: „Es ist ja ihr Working-Space.“ Die offizielle Eröffnung ist für Mai geplant. Erste Veranstaltungen wird es bereits ab Januar geben.

Demnächst werde die Wilhelmsstraße 2 – ebenso wie schon das SFN – mit hochwertigen Luftreinigern ausgestattet. Auch Querlüften sei möglich, sodass unter Berücksichtigung aller Corona-Regeln schon bald mit dem Betrieb gestartet werden könne, so Haupt. Es soll Vorträge geben und Corona-Nachhilfe. Bis zu den Sommerferien sind Schnupperangebote geplant. Regelmäßige Angebote werde spätestens zum neuen Schuljahr gemacht.

Einer, der „hocherfreut“ über die neuen Nachbarn ist, ist Wilhelmsstraßen-Sprecher Lothar Röse. „Megacool, dass das SFN-D in unsere Straße zieht“, sagt der Inhaber der Hofbuchhandlung Vietor. Er könne sich viele gemeinsame Aktionen vorstellen. „Ich freue mich über alles, was für junge Leute geschieht, was positiv und in die Zukunft gerichtet ist.“ Auch Haupt befindet: „Wir passen gut in die Wilhelmsstraße.“ (Christina Hein)

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