Wettbewerb zum Stadtjubiläum ruft Schulen auf, Ideen für die Zukunft zu sammeln

Schülerträume für Kassel

Schüler sollen Visionen für Kassel entwickeln: Auf dem Bild zu sehen sind (von links): Schulleiterin Doris Schmidt-Hollstein, Andreas Helbig, Städtische Werke, Wolfgang Osse, Kasseler Bank, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Schuldezernentin Anne Janz, Dr. Jürgen Spalckhaver, Rotary Club, Hans-Jochem Weikert, Projektleiter, Dr. Christoph Schröder, Rotary Club und Gabriele Steinbach, Leiterin des Schulverwaltungsamtes. Foto: Holscher

Kassel. Wie sieht Kassel in der Zukunft aus? Um Ideen zu sammeln, hat die Stadt Kassel anlässlich ihres Stadtjubiläums einen Schülerwettbewerb mit dem Titel „Kassel 2020, 2030 – träum’ deine Stadt“ ausgeschrieben. In der Grundschule Am Heideweg stellte Oberbürgermeister Bertram Hilgen das Projekt mit anderen Initiatoren vor.

Es sei ihnen wichtig zu erfahren, wie Kinder und Jugendliche sich die Zukunft der Stadt vorstellten, sagte der Oberbürgermeister: „Wer kann die Bedürfnisse besser einschätzen als unsere Kinder?“ Das Projekt solle Schüler animieren, eigene Visionen und Träume für Kassel zu entwickeln. Das Budget für Preise und ein Schülerfest beträgt 65 000 Euro. Sponsoren sind die Kasseler Bank, der Rotary Club Kassel und die Städtischen Werke.

„Wer kann die Bedürfnisse besser einschätzen als unsere Kinder?“

Bertram Hilgen

Teilnehmen könne jede Schulstufe aus dem Stadtgebiet, sagte Projektpatin Gabriele Steinbach, die gleichzeitig das Schulverwaltungsamt leitet. 43 von 66 Schulen in Kassel haben sich nach Angaben von Steinbach bereits angemeldet. Weitere hätten ihre Teilnahme angekündigt.

Die Schüler sind in ihrer Themenwahl völlig frei. „Sie können sich mit dem Wohnungsbau, Mobilität in der Stadt, Kultur oder Bildung beschäftigen“, sagt Schuldezernentin Anne Janz.

Der Wettbewerb wird separat für drei Altersgruppen ausgeschrieben: für die Grundstufe sowie die Sekundarstufen 1 und 2. Für jede Kategorie werden Preise vergeben. Im Frühjahr und Herbst sollen in den Schulen spezielle Projektwochen oder -tage stattfinden. „Dort werden in Zukunftswerkstätten die Ideen entwickelt“, sagte Janz.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Beiträge in Gruppenarbeit erstellt werden und sich mit der Zukunft der Stadt beschäftigen. Die Darstellung kann dazu frei gewählt werden. Die Präsentationsform müsse aber so darstellbar sein, dass sie in einer Ausstellung für sich spreche, sagt Gabriele Steinbach. Das könne ein Zeitungsartikel, eine Videoreportage, ein Plakat oder ein Architekturmodell sein.

Die Schulen wählen dann jeweils ein Projekt pro Sekundarstufe aus, das sie in den Wettbewerb einbringen wollen. Abgabeschluss ist der 4. Oktober. „Bis dahin können sich die Schulen für den Wettbewerb auch noch anmelden“, sagt Steinbach. Die prämierten Arbeiten werden vom 5. bis 9. November in der documenta-Halle ausgestellt. Die Besucher können dort per Abstimmung auch einen Zuschauerpreis vergeben. Am 8. November gibt es ein großes Schülerfest, bei dem die Preisträger geehrt werden.

„Die Preise werden wir mit den Schulen besprechen“, sagt Janz. Das könne ein finanzieller Beitrag zu einem Spielgerät oder auch ein Zoobesuch sein. Die Ideen verschwinden dann aber nicht einfach in der Schublade, sagt Hilgen: „Wir wollen die Visionen der Kinder und Jugendlichen ernst nehmen.“

Von Max Holscher

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