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Alle Kasseler Schulen an Glasfasernetz angeschlossen - doch manche können schnelles Internet noch nicht nutzen

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Von: Christina Hein

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Bernd Heger
Bernd Heger © privat

Alle Kasseler Schulen sind inzwischen mit einem schnellen Internetanschluss versorgt. Viele warten allerdings noch auf neue Infrastruktur für stabiles Internet.

Kassel - Die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH vermeldet, dass alle 54 Schulen im Stadtgebiet an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Mit den Grundschulen Bossental und am Warteberg hat die Städtische Werke Netz + Service jetzt den beiden letzten Schulen das Highspeed-Netz an die Hauswand verlegt. Mit der Verlegung des Breitbandnetzes im Stadtgebiet sind nach und nach auch die Schulen angeschlossen worden.

Allerdings heißt das nicht automatisch, dass alle Schulen auch das schnelle Internet nutzen können. Im zweiten Schritt muss in den Gebäuden noch die entsprechende Infrastruktur installiert werden. Nach Auskunft von Bernd Heger vom Amt für Schule und Bildung können 79 Prozent aller Kasseler Schulen das Breitband mit zum Teil vorhandener alter Technik nutzen.

Zu den Schulen, die ans Glasfasernetz angeschlossen sind, aber trotzdem nicht sicher stabiles Internet nutzen können, gehört das Goethe-Gymnasium. „Formal sind wir verbunden, aber in unseren beiden Schulgebäuden fehlt noch die moderne Infrastruktur, außer im naturwissenschaftlichen Neubau am Standort Wimmelstraße“, sagt Schulleiter Joachim Bollmann.

Laut Heger sind 14 Schulen – etwa das Wilhelmsgymnasium und die Friedrich-Wöhler-Schule – komplett mit neuer Technik wie Routern für W-Lan ausgestattet.

Aus dem Digitalpakt stehen dafür für Kassel 16,2 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung (Eigenanteil 12,5 Prozent). Am Ende werde es eine einheitliche neue Technik geben, die auch für den Support wichtig sei. Zum Schluss würden die Schulen noch mit Hardware ausgestattet wie digitalen Tafeln, Beamern und diversen Endgeräten. „Komplett fertig werden wir Ende 2023 sein.“ Ein Problem der Gebäudewirtschaft sei es zurzeit, Fachfirmen zu finden. Auch Materiallieferungen seien durch Corona verzögert.

OB Christian Geselle äußerte sich stolz, dass Kassel beim Ausbau des schnellen Netzes „ganz vorne“ liege. Hessenweit seien erst 75 Prozent der Schulen an das Highspeed-Netz angeschlossen.

Der Aufsichtsrat der Städtische Werke Netz + Service hatte 2018 den Beschluss gefasst, den Glasfasernetzausbau voranzutreiben. Laut Aufsichtsratvorsitzendem Geselle wurden für das 100 km lange Netz in Kassel 10 Mio. Euro bereitgestellt. „In den kommenden Jahren werden wir die Versorgung von Privat- und Gewerbekunden mit schneller Glasfaser weiter verbessern und viele Mio. Euro investieren“, so Städtische-Werke-Vorstandsvorsitzender Michael Maxelon. (Christina Hein)

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