Schulnotizen: Frau als Risiko in der Arbeitswelt?

Heutzutage haben es Frauen nicht leicht, sich in der Chefetage zu etablieren, denn es fällt Arbeitgeber schwer, sich vom alten Rollenbild der Frau zu lösen.

Dieser veralteten Haltung nach sei das weibliche Geschlecht verantwortlich für die Tätigkeiten im Haushalt, wie beispielsweise die Erziehung der Kinder oder die Versorgung. Trotz der hohen Bildungsqualifikation der Frau sei sie heute immer noch die zweite Wahl hinter männlichen Mitbewerbern, so die Pressesprecherin Frau Sennhenn der Bundesagentur für Arbeit in Kassel. Nach heutiger Ansicht der Frau steht die Karriere im Vordergrund, wodurch die Familie zur Zweitwahl wird. Frauen in der Arbeitswelt möchten das bestehende Rollenbild verändern und beweisen, dass eine Frau nicht nur hinter den Herd gehört, sondern auch die Arbeit des männlichen Geschlechts verrichten kann.

Arbeitgeber können die Einstellung einer Frau deshalb als ungeeignet ansehen, da sie aufgrund von möglichen Schwangerschaften nicht flexibel genug ist und für keine festen Arbeitszeiten garantieren kann.Die Frau wird möglicherweise als Risiko betrachtetund somit müssen die Arbeitgeber einen Ausfall an qualifizierten Mitarbeitern riskieren. Hinzu kommt, dass Frauen als schwächeres Geschlecht bezeichnet werden, wodurch natürlich Vorurteile ihnen gegenüber entstehen, die ihre körperliche Minderqualifikation betreffen. Die Frauenquote könnte laut Bundesministerium eine Lösungfür dieses Problem sein. Jedoch können sich viele Firmen und Unternehmen nicht damit anfreunden, Frauen unter Zwang einzustellen. Die EU- Kommission hat beschlossen, dass bis 2020 alle Aufsichtsräte in Europa zu mindestens 40% mit Frauen besetzt sein sollten. Bislang liegt in den 500 größten Unternehmen Deutschlands der Frauenanteil in der Chefetage bei 2,4%. In kleineren Unternehmen jedoch bei ca. 30%. Die Frauenbeauftragte in Kassel hat sich zum Ziel gemacht, die Frauen zu motivieren in das Arbeitsleben einzusteigen. Besonders spezialisiert hat sie sich auf die Frauen, die sich aufgrund von Schwangerschaften vorübergehend aus der Arbeitswelt zurückziehen mussten.

Ihr Aufgabenfeld beinhaltet unter anderem die Hilfestellung beim Schreiben von Bewerbungen, sowie das Informieren über verschiedene Jobangebote und Weiterbildungskurse. Trotz der erschwerten Bedingungen für Frauen in der Berufsweltsind diese deutlich im Vormarsch, beispielsweise betätigen sich Frauen zurzeit aktiv in der Ingenieurbranche. Trotzdem benötigen sie eine Sicherheit, um ihren Job zu behalten, auch wenn das Familienleben in den Vordergrund rückt. Bei Bewerbungsgesprächen sollte nicht relevant sein, ob eine Frau plant in der nächsten Zeit eine Familie zu gründen, sondern müsste ausschließlich auf die Bildung und Qualifikationen geachtet werden. „Die Arbeitswelt kommt nicht darum herum, Frauen in die Chefetagen zu setzen“, so die Pressesprecherin.

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