Regierungspräsidium schickt Anordnung an Eigentümer Rossing

Salzmann-Gelände: Der Schutt soll verschwinden

+
Der Schutt auf dem Salzmann-Gelände in Bettenhausen soll verschwinden: Das Kasseler Regierungspräsidium fordert von Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing, das Abrissmaterial fachgerecht zu entsorgen.

Kassel. Der Abriss-Schutt auf dem Salzmann-Gelände muss weg. Eine entsprechende Anordnung wird das Regierungspräsidium (RP) Kassel an Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing schicken. Er muss dafür sorgen, dass der teils mit Schadstoffen belastete Bauschutt fachgerecht entsorgt wird.

Im Hinblick auf Altlasten bestehe zwar keine unmittelbare Gefahr, sagt RP-Sprecher Michael Conrad, aber das Abfalldezernat der Behörde müsse sich kümmern. Weil von den Resten der weitgehend abgerissenen Glasdachhallen keine unmittelbare Gefahr ausgehe, werde dem Eigentümer eine Frist von zwei Monaten gesetzt, erklärt Conrad.

Mitte August war im vergangenen Jahr mit dem Abriss von Gebäudeteilen des Industriedenkmals an der Sandershäuser Straße begonnen worden. Im November wurde der Abriss von Teilen der alten Textilfabrik gestoppt.

Lesen Sie auch:

- Rossing-Rückzug: Stadt reagiert mit Unverständnis und Bedauern

- Rossing entschied oft erst zum Fristablauf

- HUK-Coburg ist nicht mehr an Salzmann interessiert

Inzwischen ist das Vorhaben, die historischen Ziegelbauten in ein Technisches Rathaus umzubauen, komplett gescheitert. Der Abriss der alten Produktionshallen war von der Trendelburger Fachfirma BBU überwacht, das Abbruchmaterial, Erdreich und Wasser auf Schadstoffe kontrolliert worden.

Mehr zum Salzmann-Gelände lesen Sie im Regiowiki.

Insgesamt etwa 75.000 Kubikmeter Schutt – so viel wie beim Abriss von 75 Einfamilienhäusern – wurden zu einem großen Teil bereits entsorgt. Aber auch der noch auf dem Salzmann-Gelände abgelagerte Rest des Abbruchmaterials soll jetzt verschwinden, fordert der RP. Dennis Rossing erklärte am Dienstag, er sei bereits mit der Entsorgungsfirma Schnittger, die den bisherigen Abriss geleistet hatte, im Gespräch und werde die fachgerechte Entsorgung des restlichen Abriss-Schutts veranlassen.

Auf die Frage, ob es schon neue Ideen für die Nutzung des Industriedenkmals gebe, sagte Rossing, er prüfe derzeit mehrere Optionen. Auch ein Verkauf der Immobilie sei nicht ausgeschlossen. (ach)

Aus dem Archiv: Abrissarbeiten an der Salzmann-Fabrik

Abrissarbeiten an der Salzmann-Fabrik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.