HNA-Markt: Hermut Häfner verkauft eine Segelyacht samt LKW

HNA-Markt: Wie ein Schwan an der Welle

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Schöner Segler: Das ehemalige Regattaboot wurde in einem New Yorker Konstruktionsbüro entworfen.

In vielen Gewässern war Hermut Häfner unterwegs. Seine Leidenschaft zum Wassersport entdeckte der passionierte Segler fast vor der Haustür.

Die ersten Segelversuche unternahm er auf der Fulda mit zwei von der Mutter zusammengenähten Handtüchern als Segel. „Damals wurde meine absolute Leidenschaft zum Segeln geweckt“, erklärt er. Dass er sich jetzt von seinem Lieblingsboot trennen will, hat gesundheitliche Gründe. Vor acht Jahren erwarb er einen ehemaligen Admiralscupper, neuneinhalb Meter lang und knapp drei Meter breit. Der Rumpf ist aus Holz. Mit dem Boot segelte Hermut Häfner an der dänischen Küste entlang bis nach Stockholm. „Ich habe noch nie ein so gutes Boot gesegelt. Es liegt wie ein Schwan an der Welle“, schwärmt der 73-Jährige.

Hochwertiges Boot

Die Yacht war in den 70er Jahren Regattaboot und im Besitz des ehemaligen Präsidenten des Deutschen Seglerverbandes, Hans-Otto Schümann. Es wurde von Sparkman & Stephens in New York entwickelt, „einem der besten Konstruktionsbüros der Welt“, sagt der Skipper. Die Schale kommt von der Hamburger Firma Sommerfeld, und die Burmester Werft in Bremen übergab das fertige Boot. Es segelt mit etwa 35 Grad am scheinbaren Wind und ist mit einem neuen Drei-Zylinder-Motor für das Fahrtensegeln ausgerüstet. Nach einem Mastbruch wurde der Mast ersetzt. Mit dem Boot wird auch ein LKW zum Transport verkauft, Gesamtpreis: 38 000 Euro. Geschätzt wurde das Boot auf 64 000 Euro.

Erfahrener Seemann

Bevor er sich diese Yacht zulegte, hatte Hermut Häfner schon zig-Tausend Seemeilen hinter sich gebracht. Anfang der 1960er-Jahre war er als Freiwilliger bei der Bundesmarine. Anschließend befuhr er als Matrose bei der Handelsmarine die Nordsee, das Mittelmeer und das Schwarze Meer bis Russland.

Den Kasseläner zog es wieder in die Heimat. Er arbeitete als kaufmännischer Angestellter und erwarb bei der Seglergemeinschaft Kassel (SGK) die Segelscheine für Revier und Küste. Weitere Qualifikationen kamen hinzu: Ausbildung in Astro-Navigation, Prüfung zum Hochseefischer, Sportwart in der SGK.

Auch die Gewässer wurden größer. Im Jahr 1994 überquerte er als verantwortlicher Bootsführer, den Nordatlantik von Gran Canaria bis nach St. Luca in der Karibik. Zwei Jahre später segelte er von Fort Lauderdale in Florida zu den Azoren über den Atlantik.

Jetzt wollte er eigentlich von Belgien aus nach Schottland segeln. Aus gesundheitlichen Gründen wird daraus erstmal nichts. Das Boot will Hermut Häfner nur an erfahrene Segler abgeben, die dessen Eigenschaften zu schätzen wissen. (zip)

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