Zoll ermittelt Illegale aus Eritrea und Malaysia

Schwarzarbeit in Restaurant-Küche

Kassel. Bei der Kontrolle eines China-Restaurants in der Kasseler Innenstadt haben Kasseler Zollbeamte in der vergangenen Woche zwei Ausländer ermittelt, die sich illegal in Deutschland aufhielten.

Wie ein Sprecher der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen am Standort Kassel gestern mitteilte, wurden in der Küche des Restaurants ein 57-jähriger Malaysier und ein 25-jähriger Mann aus Eritrea bei der Zubereitung von Speisen angetroffen.

Der Malaysier wies sich mit einem malaiischen Reisepass aus, einen gültigen Aufenthaltstitel konnte er nicht vorlegen. Gegen ihn wurde daher ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes eingeleitet. Sein Pass wurde eingezogen und der zuständigen Ausländerbehörde übergeben.

Der Eritreer wies sich mit einem italienischen Flüchtlingsausweis aus. Auch er war nicht im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels. Gegen ihn wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet.

Bereits im Mai abgeschoben

Im Laufe der weiteren Ermittlungen stellte sich nach Auskunft des Hauptzollamtes heraus, dass der Mann im Mai diesen Jahres schon einmal abgeschoben wurde. Er wurde vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam überstellt. Beiden Männern droht nun nach Auskunft der Ausländerbehörde der Stadt Kassel die Abschiebung.

Gegen den Arbeitgeber wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zu unerlaubten Einreise von Ausländer und Verstoßes gegen die Sofortmeldepflicht eingeleitet. Die Ermittlungen dauern noch an. (bho)

Rubriklistenbild: © dpa

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