Angst vor Anzeige: Schwarzfahrer schlug Polizisten

Kassel. Ein Polizist ist bei einer Fahrscheinkontrolle am Montag verletzt worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Michael Lange hatten Beamte gemeinsam mit der KVG Kontrollen in Bahnen der Linie 5 zwischen „Rathaus“ und „Park Schönfeld“ gemacht.

Während die Polizeibeamten mit der Überprüfung eines Fahrgastes beschäftigt waren, wollte sich eine KVG-Kontrolleurin den Fahrschein eines 43-jährigen Mannes vorzeigen lassen. Dieser vermittelte zunächst den Eindruck, sein Ticket nicht finden zu können. Als die Bahn „Am Weinberg“ hielt und der Fahrer die Türen öffnete, wollte der Mann die KVG-Mitarbeiterin mit beiden Händen aus der Tür stoßen und flüchten. Der Kontrolleurin gelang es gerade noch rechtzeitig, eine Haltestange zu ergreifen.

Sofort eilte ihr ein Polizeibeamter zu Hilfe und ergriff den Mann an dessen Rucksack. Mit den Worten „Stopp Polizei“ wurde er angewiesen, seine Fluchtversuche einzustellen. Anstatt den Anweisungen Folge zu leisten, holte er aus und schlug dem Polizisten so stark in das Gesicht, dass dessen Nase blutete. Erst durch die Unterstützung eines weiteren Polizeibeamten und drei Mitarbeitern der KVG gelang es, den renitenten Fahrgast festzuhalten und ihm Handfesseln anzulegen.

Als Grund für die massiven Reaktionen gegenüber der Polizei gab der Mann an, dass er Angst vor einer Anzeige wegen Schwarzfahrens gehabt habe. Nun muss er sich neben dem Vorwurf des Erschleichens von Beförderungsleistungen noch wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. (use)

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