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Schwelbrand in der Untertagedeponie Herfa-Neurode: "Berechtigte Fragen"

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Von: Wolfgang Riek

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Seit Wochen brennt es in der Untertagedeponie Herfa-Neurode. Die Bergaufsicht weiß weder „was genau gebrannt hat noch warum“. Ein Kommentar von Wolfgang Riek.

Langzeitsicherheitsnachweis für 10.000 Jahre – warum aber Giftmüllfässer jetzt schon sieben Wochen vor sich hinkokeln, weiß man nicht: Solche Erkenntnisse aus der weithin unbekannten Welt von Giftmülldeponien tief in der Erde passen für Außenstehende nicht zusammen. Man wird zu Recht misstrauisch und merkt zumindest, dass „Aus den Augen, aus dem Sinn“ für die giftigen Hinterlassenschaften der Industriegesellschaft nicht auf Dauer gilt.

Dem Argument, dass die brisanten Fässer besser hier liegen als wie vormals auf 50 000 oder mehr wilden Deponien quer durchs Land, kann man sich nicht entziehen. Restrisiken bleiben, wie überall im Leben. Das Restrisiko wochenlang schwelender Giftmüllabfälle unter Tage möchte man aber möglichst schnell abgeräumt, erklärt und in Langzeitsicherheitsszenarien mit eingebaut wissen – auch weil es hier um die größte Untertagedeponie der Welt geht.

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