Bauarbeiten für Innovations- und Gründungszentrum Science Park kommt voran

Im Innenhof: Die Science-Park-Geschäftsführer Gerold Kreuter (links) und Dr. Oliver Fromm (rechts) überzeugten sich gestern mit Bauleiterin Corinna Wilhelmi vom Baufortschritt. Noch sind die Fassaden mit Kunststoffplatten verkleidet, um die Wärme im Innern des Gebäudes zu halten. Im Frühjahr soll die Glasfassade angebracht werden. Foto: Fischer

Kassel. Derzeit präsentiert sich der Rohbau für den Science Park Kassel im weißen Winterkleid: Um während der kalten Jahreszeit die Wärme im Innern der Baustelle zu halten, sind weiße Kunststoffplatten in die geschosshohen Fensteröffnungen des Betongerippes eingesetzt worden.

Dahinter läuft der Innenausbau des Innovations- und Gründungszentrums von Stadt und Uni Kassel auf Hochtouren. Voraussichtlich ab März wird das Gebäude auf dem ehemaligen Gottschalkgelände in der Nordstadt dann seine Fassade aus viel Glas und bräunlich-anthrazitfarbenem Aluminium erhalten.

Die Bauarbeiten und die Kosten liegen nach Angaben der Science-Park-Geschäftsführer Dr. Oliver Fromm und Dr. Gerold Kreuter derzeit im Plan. Das Gros der Baukosten von insgesamt 15,3 Millionen Euro teilen sich die Stadt Kassel und das Land Hessen, die Universität steuert eine halbe Million bei. Wenn weiterhin alles glatt läuft auf der Baustelle, sollen Anfang 2015 die ersten Gründer und Jungunternehmer in das Gebäude auf dem erweiterten Uni-Campus Nord (zwischen Moritz- und Mombachstraße) einziehen.

Innenausbau in vollem Gange: Ingo Vossen von der Firma Leniger (Paderborn) montiert die Unterputzgestelle in den Toiletten.

Für mehr als 60 Prozent der 6000 Quadratmeter Gesamtfläche des Science Park gebe es bereits Reservierungen, sagt Fromm. Dabei habe man in den ersten Planungen nur mit 30 Prozent Belegungsquote gerechnet. „Ziel ist für uns nicht, das Haus so schnell wie möglich voll zu kriegen, sondern die Richtigen drin zu haben“, sagt der Geschäftsführer. Unter den künftigen Mietern sind unter anderem der Kasseler IT- und Datenanalyse-Spezialist Eoda, das Grafikbüro Querwerk, die Filmproduktion Ugly Sister und das Jungunternehmen Sminno, das eine Handy-Freisprecheinrichtung fürs Fahrrad entwickelt hat.

Noch rauchen aber nicht die kreativen Köpfe in dem viergeschossigen Rohbau, sondern es staubt und lärmt. Mehr als 50 Handwerker und Bauarbeiter sind derzeit täglich im Einsatz, sagt Bauleiterin Corinna Wilhelmi. Heizungs- und Wasserrohre werden installiert, der Estrich wird verlegt, Trockenbauwände eingezogen und auf dem Dach die Dämmung fertiggestellt. Später soll das Flachdach auch begrünt werden.

Die beiden Innenhöfe des Gebäudes, das von oben gesehen die Form einer Brezel hat, kann man sich mit ein bisschen Fantasie schon als lebendigen Treffpunkt vorstellen. Der Clou des Science Park ist aber vor allem seine Wandelbarkeit: Die Raumaufteilung kann dank versetzbarer Wände je nach Bedarf der Mieter immer wieder verändert werden. Sehr gut kommt bei den Jungunternehmern übrigens auch die künftige Postanschrift des Science Park an: Mit dem „Universitätsplatz“ ist er auch im Wortsinn eine professionelle Adresse.

Von Katja Rudolph

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