Gute Isolation des Gebäudes ist Ursache

Science Park auf Uni-Campus: Kaum Empfang im Neubau

Abgeschottet: Im Science Park gibt es oft nur direkt an den Fenstern einen brauchbaren Empfang für Smartphones. Foto: Ludwig

Vor wenigen Wochen wurde der Science Park auf dem Campus der Uni Kassel eröffnet. Die Firmen aus dem Uni-Umfeld, die in das Gründerzentrum eingezogen sind, haben aber mit einem Problem zu kämpfen.

Sie können in dem für 15,6 Mio. Euro erbauten Neubau nur eingeschränkt ihre Handys und Smartphones nutzen. Der Grund für den gestörten Empfang ist die gute Isolation des Gebäudes. Ähnliche Probleme gibt es im ebenfalls neu eröffneten Hörsaal- und Campus-Center (HCC) der Uni.

Mieter des Science Park berichteten gegenüber der HNA, dass sie in ihren Büros nur direkt am Fenster telefonieren können. Vor allem in den Büros zu den Innenhöfen gibt es wenig bis keinen Empfang. Insbesondere in dem Büro-Bereich, den Gründer gemeinsam nutzen und in den sie sich monats- oder tageweise einmieten (Coworking), ist dies hinderlich. Denn oft gibt es in der frühen Phase einer Firmengründung keinen Festnetzanschluss – die Telefonate laufen über das Handy.

Es wird Abhilfe geschafft

Oliver Fromm, Geschäftsführer der Science Park Kassel GmbH, sucht bereits nach technischen Lösungen. „Das Problem hat mit den besonders gut isolierten Fassaden zu tun. Die Fenster sind dreifach verglast“, sagt Fromm. Nun müsste weitere Technik im Science Park installiert werden, um den Empfang für die Handys zu verbessern. Bereits drei Monate warte er jetzt schon auf die Techniker der Telekom. „Die Nachrüstung wird nicht günstig, aber das Problem muss gelöst werden“, so Fromm. Gerade junge Firmen seien auf ihre Privathandys angewiesen.

Der Science Park ist kein Einzelfall. Auch das Hörsaal- und Campus-Center an der Moritzstraße ist so gut abgeschottet, dass der Empfang in einigen Hörsälen nicht gegeben ist. „Außerhalb der Hörsäle, im Foyer, ist das Telefonieren aber möglich“, sagt Uni-Sprecher Sebastian Mense.

Der schlechte Empfang in den Hörsälen sei eher unproblematisch. Telefoniert werde im Hörsaal ohnehin nicht. Weil es dort aber WLAN gebe, könnten Studenten, falls es in einer Veranstaltung nötig werde, über das Funknetz auf das Internet zugreifen oder Daten herunterladen.

Wärmedämmung ist Ursache

Mit den steigenden Anforderungen an die Wärmedämmung bestehen immer häufiger Empfangsschwierigkeiten in Neubauten. Nach Informationen von Informationstechnikern liegt dies vor allem an der modernen Dreifachverglasung.

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