Sechs Beuys-Bäume mit Rundspanten-Maschine versetzt

Huckepack: Sechs Beuys-Bäume wurden gestern an der Schenkebier Stanne versetzt.

Jungfernkopf. Der Glaube versetzt Berge - und die Rundspaten-Maschine Bäume. Im Einsatz war ein solches Gerät am Mittwoch an der Schenkebier Stanne direkt im Bereich der Großbaustelle Bahnüberführung Waldecker Straße.

Weil hier sechs Beuys-Bäume dem Straßenausbau an der Schenkebier Stanne im Weg standen, wurden sie kurzerhand um einige Meter versetzt. „Das schafft nur eine Rundspaten-Maschine dieser Größenordnung“, sagte Berthold Pfalzgraf vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Beuys-Bäume mit Rundspanten-Maschine versetzt

Die Baumaschine ist ausgestattet mit einer großen Greifhand - genau drei Meter im Durchmesser -, die den ganzen Baum komplett mit Ballen aus dem Boden heben kann. Für diesen Kraftakt bedarf es starker Hydraulik. „Solch eine 35-jährige Esche ist immerhin zwölf Tonnen schwer und 15 Meter hoch“, sagte Pfalzgraf.

Kurzclip

Eine Fällung der Bäume sei aus Gründen des Denkmalschutzes nicht in Frage gekommen - immerhin handele es sich um sechs der 7000 Beuys-Bäume, die 1982 bei der documenta 7 in Kassel gepflanzt wurden. Abgesehen davon sei die Versetzung der Bäume billiger (3500 Euro/Stück) als eine Neuanpflanzung mit 35 Jahre alten Bäumen (6000 Euro).

„Für die Bäume ist die Versetzung jedoch ein Schock“, sagt Pfalzgraf. Sie werden nun zwei Jahre lang besonders gepflegt, um ein Absterben zu verhindern. „Meist schaffen die Bäume das, sonst würde man so nicht verfahren“.

Von Boris Naumann

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