Trotz Bauarbeiten auf der A 7 soll der Verkehr kaum behindert werden

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Drei breite Fahrspuren werden zu drei schmalen Baustellen-Fahrstreifen: So wie auf unserem Bild vom Baustellenbereich auf der Autobahn 7 zwischen Kassel-Nord und dem Kreuz Kassel-Mitte im Mai dieses Jahres soll es ab November auch beim Ausbau von sechs auf acht Fahrspuren laufen. Die Planer wollen sechs Spuren während der Bauphase erhalten, damit es möglichst wenig Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer gibt.

Kassel. Während der Bauarbeiten zur Verbreiterung der Autobahn 7 zwischen Kassel-Ost und dem Dreieck Kassel-Süd soll der Verkehr weiter auf sechs Spuren rollen. Damit soll verhindert werden, dass sich an einer Engstelle Dauerstaus bilden.

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„Wir wollen versuchen, über 98 Prozent der Bauzeit sechs Fahrstreifen zur Verfügung zu stellen“, sagt Reinhold Rehbein, Sprecher des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV). In Niedersachsen hatte beim Autobahn-Bau auf der A 7 die Begrenzung auf nur noch zwei Fahrstreifen pro Richtung zu langen Staus geführt.

„Das werden wir nicht tun“, erklärt Rehbein. Im ASV werde mit Hochdruck daran gearbeitet, in jeder Fahrtrichtung drei Spuren offenzuhalten. Einschränkungen sollen „mit allen technischen Mitteln“ vermieden werden. Dazu gehört zum Beispiel auch der Bau von zusätzlichen Behelfsfahrbahnen, die nach der Fertigstellung des A-7-Abschnitts wieder abgebaut werden.

Reinhold Rehbein

Nur an einem Wochenende oder höchstens für eine Woche könne es vorkommen, dass auf fünf Fahrspuren reduziert werden müsse, sagt Rehbein. Ansonsten werde es auch bei der Erneuerung von Brückenbauwerken wie zum Beispiel über die Ochshäuser Straße/Ochshäuser Dorfstraße in Lohfelden möglich sein, weitgehend sechs Fahrstreifen zu erhalten. Das werde auch funktionieren, wenn Brücken völlig neu gebaut werden müssten. Dann werde die Brücke geteilt, und während eine Hälfte neu gebaut werde, könne der Verkehr weiter über die alte Brückenhälfte rollen.

Wegen des begrenzten Platzes an den Anschlussstellen müssten dort teilweise Umleitungsstrecken eingerichtet werden. Das bedeute aber zum Beispiel bei Kassel-Ost nicht, dass der Verkehr durch Bettenhausen geleitet werde. Wenn in Kassel-Ost nicht in Richtung Süden aufgefahren werden dürfe, würden die Fahrzeuge zunächst in Richtung Norden auf die Autobahn geleitet. „Die werden wir dann in Kassel-Nord wenden lassen und dann wieder Richtung Süden schicken“, erklärt Rehbein die Überlegungen, den Stadtteil Bettenhausen vor der dort befürchteten starken Zunahme des Verkehrs zu bewahren.

Während der Bauarbeiten bis 2016 wird es auf dem gesamten Abschnitt beim Tempolimit 80 bleiben. Nur bei komplizierter Verkehrsführung im Baustellenbereich werde man auf Tempo 60 reduzieren.

Von Jörg Steinbach

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