Sechs unter einer Flagge - Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN) in Wolfhagen gegründet 

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Gründung der Stadtwerke-Union Nordhessen: Geschäftsführer Eugen Rittmeyer, Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, Kassels OB Bertram Hilgen, Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer, Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix, Hombergs Bürgermeister Martin Wagner und Eschweges Verwaltungschef Alexander Heppe. Foto:  Welch

Kassel. Gemeinsam ist besser als einsam. Getreu diesem Motto haben sich am Dienstag in Wolfhagen sechs Energieversorger aus der Region zur Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN) zusammengeschlossen. Mit an Bord sind die Städtischen Werke Kassel sowie die Stadtwerke aus Eschwege, Wolfhagen, Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen und Homberg/Efze.

Die SUN will Kommunen beraten und informieren, Modelle und Konzepte entwerfen, Netzrückkäufe leichter ermöglichen und organisieren sowie Netze betreiben.

Beim ersten Projekt geht es um den Aufbau einer Infrastruktur für die Nutzung von Elektroautos. Noch in diesem Jahr sollen in Nordhessen 70 öffentliche Ladestellen zum „Tanken“ von Elektroautos errichtet werden. Bislang gibt es nur zwei Stellen am Karlsplatz in Kassel, seit Dienstag ist zudem ein Gerät am Wolfhager Rathaus in Betrieb. Auch der Kreis Waldeck-Frankenberg, bisher in der SUN nicht vertreten, werde in die Versorgung einbezogen.

Martin Rühl aus Wolfhagen, der zusammen mit Eugen Rittmeyer von den Städtischen Werken Kassel als Geschäftsführer der SUN fungiert, sagte, dass mit dem Ladestellennetz der Betrieb der klimaschonenden Elektromobilität in der ganzen Region erleichtert werde. Rühl: „Wir bauen damit Hemmnisse ab.“ Die SUN hat sich vor allem den Ausbau regenerativer Energien auf die Fahnen geschrieben. Dazu ist nach Ansicht von Rühl vor allem der Zugang zu den Strom- und auch Gasnetzen vor Ort wichtig.

„Wir wollen den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen. Dazu müssen wir Einfluss auf die Energienetze nehmen können, um deren Struktur anzupassen“, sagte Rühl.

Vorreiter bei Windenergie

Der Chef der Städtischen Werke in Kassel, Andreas Helbig, hob hervor, dass nun für kleinere und mittlere Energieversorger Projekte zu realisieren seien, die allein nicht zu stemmen wären. Die Partner in der SUN unterstützten sich gegenseitig, nicht jeder müsse in jedem Bereich Spezialwissen haben, nicht jeder müsse jede Dienstleistung selbst erbringen können. Helbig nannte als Beispiel Wolfhagen, das in der Region Vorreiter bei der Windenergie sei. Von diesen Erfahrungen profitierten in diesem Feld alle anderen Partner.

Von Axel Welch

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