Seit 20 Jahren gibt es im Freien Radio Kassel die Sendung „Handmade“

Schwester Katrin hat Radio-Erbe von „Cap K“ übernommen

Katrin Wagner im Aufnahmestudio. Sie hat die Radiosendung im Freien Radio Kassel ihres verstorbenen Bruders Cap K übernommen
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Katrin Wagner hat die Radiosendung „Handmade“ ihres verstorbenen Bruders Cap K im Freien Radio Kassel übernommen

Seit 20 Jahren gibt es im Freien Radio Kassel die Musiksendung „Handmade“. Sie war geprägt von der Handschrift des 2016 im Alter von 52 Jahren verstorbenen Moderators Karsten Wagner, „Cap K“. Seit seinem Tod hat seine Schwester Katrin Wagner die Sendung übernommen.

Kassel. Die wöchentliche Sendung „Handmade“ im Freien Radio Kassel trug von Anfang an, seit ihrem Start im Jahr 2001, die Handschrift des Redakteurs und Moderators Karsten Wagner alias „Cap K“. Sie zeichnete sich durch Wagners Kennerschaft und Musikleidenschaft aus, durch seine Bandbreite, große Plattensammlung und dem Insiderwissen, das vor allem in seinen zahlreichen Interviews zum Tragen kam. Wagners Motto lautete: Es gibt so viel gute Musik, es muss sie nur jemand spielen.

Das war und ist die Sendung Handmade. Jeden Mittwochabend sind im FRK auf 105,8 MHz handgespielte Lieder, Raritäten, lustige Konzertgeschichten und Interviews zu hören. Anfangs war die Sendung einstündig, später wurde sie auf zwei, drei Stunden ausgeweitet.

Karsten Wagner, der beliebte Moderator im Freien Radio Kassel, starb vor vier Jahren im Alter von 52 Jahren.

Als Karsten Wagner, der sich auch im Studio kaum von seinem Markenzeichen, seinem schwarzen Hut, trennte, vor vier Jahren, nach 16 Jahren Handmade, im Alter von nur 52 Jahren verstarb, riss er eine große Lücke ins FRK-Team und -Programm.

Doch „Handmade“, die Musiksendung mit vielen Fans und Stammhörern, lebt weiter. Sie wird seit Karsten Wagners Tod von dessen Schwester Katrin Wagner weitergeführt. „Die Sendung war das, was meinem Bruder am Herzen lag“, sagt sie. Schon als Kind habe er mit dem Kassettenrekorder Radiomoderator gespielt und Sendungen aufgenommen. Er war ein Live-Musik-Fan und Katrin hat später mit ihrem großen Bruder unzählige Konzerte besucht. Von Anfang an war sie auch in die Konzeption von Handmade involviert. Bei Sondersendungen, beispielsweise mit der gemeinsamen Lieblingsband Sailor („Girls, girls, girl“) hat sie mitgearbeitet.

„Ich habe anfangs gezögert, die Sendung weiterzuführen, weil ich dachte, ich kann Karsten nie das Wasser reichen“, sagt Katrin. Doch dann beschloss sie, das Erbe des Bruders lebendig zu halten. Und noch heute könne sie in ihre Sendungen Wissen einbauen, das ihr Karsten einst vermittelt hatte. Das mache sie sehr froh, sagt die 41-Jährige, die bei einer Kasseler Firma als Teamassistentin für Emissionsschutz tätig ist und sich mit dem Radiomachen in ihrer Freizeit beschäftigt. Die Sendung ist so aufgebaut, dass in der ersten Stunde eine Aufzeichnung von Karsten gesendet wird, die „Classics“, und dann eine Stunde „Handmade by Katrin“. Viele Hörer liebten diese Kombi.

In diesen Tagen feiert „Handmade“ sein 20-jähriges Bestehen und Katrins Gedanken sind einmal mehr bei ihrem Bruder. Am Mittwoch, 20. Januar, 19 bis 21 Uhr, wird es im Freien Radio anlässlich des Jubiläums eine zweistündige Sonderausgabe geben. Mit jeder Menge Musik, Konzertgeschichten, Grußbotschaften, Studiogästen und Interviews der vergangenen 20 Jahren. Zu hören sein werden Interviewausschnitte unter anderem von: Georg Kajanus, Grant Serpell und Phil Pickett von Sailor, Eric Martin von Mr. Big, Achim Reichel, Candice Night von Blackmore’s Night, Pete Lincoln von FRONTM3N, Kai Havaii und Stefan Kleinkrieg von Extrabreit, Christina Lux, Herwig Mitteregger, Mike Gerhold, Anna Katharina Kränzlein von Schandmaul, Musical-Komponist Rob Alderton und anderen.

Info: „20 Jahre Handmade“, Sondersendung im Freien Radio Kassel, Mittwoch, 20. Januar, 19 bis 21 Uhr, auf 105,8 MHz. Eine lange Handmade-Nacht gibt es Donnerstag, 28. Januar, ab Mitternacht bis Freitag, 29. Januar, 6 Uhr. (Christina Hein)

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