Am Sonntag kamen Sendungen in Kassel an

Seit zwei Wochen keine Post - Paketzustellung durch Helfer

Kassel. Dass der Postmann an vielen Haustüren auch am Sonntag klingelte, erstaunte viele Paketempfänger.

Die Deutsche Post hatte bundesweit freiwillige Mitarbeiter mobilisiert, die bisher liegengebliebene Pakete ausliefern sollen. „Wir wollen die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich halten”, sagt eine Sprecherin auf Anfrage.

Hier können Sie - egal ob Absender oder Empfänger - prüfen, ob es bei Ihren Briefen und Päckchen zu Verzögerungen kommt.

Wie viele Freiwillige in Stadt und Landkreis Kassel Pakete ausliefern werden, konnte sie nicht sagen. Wegen des Tarifstreits bei der Post gehen die unbefristeten Streiks auch in der 26. Kalenderwoche weiter. Angeblich, so eine Postsprecherin, würden aber 80 Prozent der Sendungen zugestellt und nur rund 20 Prozent blieben liegen.

Für Wolfgang Langlotz aus Ahnatal ist dies nur ein schwacher Trotz. Seit zwei Wochen habe er keine Post mehr erhalten, klagt er: „So kann es nicht weitergehen.“ Denn der Besitzer einer Versicherungsagentur weiß beispielsweise auch nicht, ob Versicherungsanträge, die er mit der Post verschickt hat, ihre Empfänger auch erreicht haben. „Ich würde meine Post auch selbst abholen, wenn ich wüsste, wo“, sagt er ratlos.

In Kassel und der Region Nordhessen bleiben aktuell pro Tag viele Zehntausende Briefe und Pakete liegen. Nach Ver.di-Angaben werden in Kassel vor allem die Postleitzahlen 34117, 34125, 34127, 34132 und 34134 bestreikt.

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Rubriklistenbild: © dpa

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