Kommentar zu Bürgermeister Kaiser: Selbst demontiert

Kassel. Bürgermeister Kaiser hat in der Stadtverordnetenfraktion der Kasseler SPD keinen Rückhalt mehr. Ein Kommentar von Burghard Holz.

Das hat sich abgezeichnet: Die Kasseler SPD-Fraktion wendet sich von ihrem führenden Genossen ab. Jürgen Kaiser, der im März freiwillig seinen Posten als Parteivorsitzender aufgibt, muss Ende des Jahres auch sein Bürgermeister-Büro im Rathaus räumen. Die Tatsache, dass nicht ein einziges Fraktionsmitglied für eine zweite Amtszeit Kaisers votierte, kommt einer Demontage gleich.

Dabei galt Kaiser noch vor wenigen Jahren als Hoffnungsträger: Mitte 2009 wurde er als Nachfolger von Bernd Hoppe zum Parteivorsitzenden gewählt, ein halbes Jahr später rückte der damalige Stadtverordnetenvorsteher zum Nachfolger von Thomas-Erik Junge als Bürgermeister auf.

Doch sowohl als Parteivorsitzender als auch als Bürgermeister machte Kaiser selten eine gute Figur. Im Rathaus reihte sich Panne an Panne, und in der Partei eckte er mit seiner selbstherrlichen Art immer wieder an. Jürgen Kaiser hat sich hier wie dort selbst demontiert. Den Genossen blieb im Prinzip gar keine andere Wahl, als einen Schlussstrich zu ziehen.

Rubriklistenbild: © Schäfer

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