„Nachbarn, die sich heute beklagen, sind bald nicht mehr da“

Seniorenbeirat empört über Äußerungen von Stadtbaurat Nolda

Christof Nolda (Grüne)

Kassel. Der Seniorenbeirat der Stadt Kassel ist empört über eine Aussage von Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) zur Kritik an überdimensionalen Stadtvillen.

Nolda hatte mit Hinweis auf den Generationenwechsel in vielen Wohnquartieren erklärt, Nachbarn, die sich heute beklagen würden, seien bald nicht mehr da.

Wenn der Stadtbaurat begründen wolle, warum es für die Stadtentwicklung nötig sei, auch in andersartig gewachsenen Wohnquartieren Stadtvillen zu errichten, könne er auf den Generationen- und damit Bedarfswechsel verweisen, aber nicht den Umzug älterer Nachbarn in eine Pflegeeinrichtung beziehungsweise deren Ableben als Lösung des aktuellen Konflikts anbieten, sagt Manfred Aul, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Eine solche Aussage müsse alte Menschen empören.

Es sei erklärtes Ziel zur Gestaltung des demografischen Wandels, die zunehmend älter werdende Bevölkerung so lange wie gewollt und möglich beim Wohnen in ihrem vertrauten Umfeld zu unterstützen und zu versorgen. Dazu brauche es allerdings auch tragfähige Nachbarschaften mit einer sozialen Mischung aus Eingesessenen und Zugezogenen sowie zwischen Alt und Jung, nicht aber eine Propagierung von Interessen der einen zu Lasten der anderen.

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