Security-Kräfte sind wegen Corona-Kontrollen sehr gefragt

Sicherheitsbranche boomt in Kassel

Kontrolle auf dem Weihnachtsmarkt: Protex-Mitarbeiter Belmim Mustafic (links) lässt sich von Besucher Jürgen Schäfer den Impfnachweis zeigen.
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Kontrolle auf dem Weihnachtsmarkt: Protex-Mitarbeiter Belmim Mustafic (links) lässt sich von Besucher Jürgen Schäfer den Impfnachweis zeigen.

Zwar sind seit Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen ausgefallen, dennoch sind Sicherheitskräfte gefragt wie selten zuvor. Sie werden in Impfzentren, Bussen und Bahnen, in Unternehmen und Geschäften sowie auf Weihnachtsmärkten eingesetzt, um zu kontrollieren, ob die Corona-Regeln eingehalten werden.

Kassel - „Die Zahl der freien Stellen ist in unserer Branche 16 Prozent höher als noch im November vor einem Jahr“, sagt Silke Zöllner, Sprecherin des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft. Bundesweit seien in der Branche aktuell 265 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Auch Ernesto Plantera, Geschäftsführer des Kasseler Sicherheitsunternehmens Protex, sucht händeringend nach neuem Personal. Vor der Pandemie waren bei ihm 300 Mitarbeiter beschäftigt, aktuell sind es 450.

Besonders gefragt sind aktuell Servicekräfte, die die Menschen bei Veranstaltungen – ob nun im Auestadion oder auf dem Weihnachtsmarkt – lenken, leiten und lotsen, so Plantera. Viele Kräfte werden auch bei Kontrollen eingesetzt.

Für Sicherheitspersonal durch pandemiebedingte Einlasskontrollen, wie zum Beispiel im Rathaus und an anderen Verwaltungsstandorten, hat die Stadt Kassel im Jahr 2020 rund 330 000 Euro aufgewandt, so ein Stadtsprecher. Die Zahl für 2021 liege noch nicht vor. Allerdings würden die Kosten für das Impfzentrum am Auestadion vom Land getragen.

Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) beauftragt seit Beginn der Pandemie vermehrt Sicherheitsdienste. Von Dezember 2020 bis Juni 2021 seien zehn Teams eines Sicherheitsdienstes im Einsatz gewesen, um die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren, so Sprecherin Judith Féaux de Lacroix. Aktuell seien wiederum zehn Teams im NVV-Gebiet unterwegs und kontrollierten stichprobenartig die 3G-Nachweise der Fahrgäste.

Durch den Einsatz der Sicherheitsdienste sei es möglich, Vorgaben sowie Zutrittsbeschränkungen engmaschiger zu kontrollieren, so Polizeisprecher Matthias Mänz. In der Innenstadt, beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt, laufe das aus polizeilicher Sicht bisher gut. Es finde ein enger Austausch mit den Sicherheitsdiensten statt. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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