Pünktlich zur documenta

Sie arbeiten an einem etwas anderen Kassel-Reiseführer

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Ein kreatives Duo: Sascha Mengerik (rechts) und Luc Keizer erkundeten im Februar für einige Tage die Stadt.

Kassel. Dieser Reiseführer auf Englisch bietet mehr, als eine Liste der Top-Restaurants. Zwei Holländer schreiben "Carl goes Kassel" für kreative Unternehmer und ihre Bedürfnisse.

Im Sommer ist, wie alle fünf Jahre, die documenta in der Stadt. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland erwartet. Grund genug für Sascha Mengerik und Luc Keizer aus den Niederlanden einen Reiseführer über Kassel in Englisch zu schreiben. Das Ungewöhnliche: Die beiden interessieren sich nicht für klassische Touristen-Ziele.

Wenn Mengerik erklärt, für wen sein Reiseführer „Carl goes Kassel“ (Carl reist nach Kassel) geeignet sei, sagt er: „Für Leute wie mich.“ Er nennt sich selbst einen globalen Nomaden. „Es ist egal wo ich auf der Welt bin: Ich brauche meinen Laptop und einen Internetzugang, um zu arbeiten. Mein Büro kann ein Café, eine Bibliothek oder auch eine Parkbank sein“, erklärt der Online-Unternehmer.

Angefangen haben Mengerik und Keizer mit einem Reiseführer für Berlin, es folgten London und Amsterdam. Aber wie passt Kassel in die Reihe der großen europäischen Metropolen? „Für diese Großstädte ist es nicht einfach, einen Reiseführer nach unserem Konzept zu erstellen. Wir haben nach einer Großveranstaltung, als Aufhänger des nächsten Bandes, Ausschau gehalten“, sagt der Niederländer.

 Dabei sei man auf Kassel und die documenta gestoßen. Er arbeitet auch an einem Reiseführer für Leipzig. Mengerik nennt Städte wie Kassel und Leipzig „versteckte Diamanten“.

Das Buch wird keinesfalls ein Reiseführer speziell für die documenta, betont Mengerik. „Unsere Zielgruppe sind kreative Unternehmer. Die suchen lokale Netzwerke oder flexible Arbeitsplätze“, erklärt Mengerik. Im Reiseführer wird es neben den typischen Informationen auch Interviews mit Kasseler Kreativen geben. 

Mit dabei sind Kira Kimm und Sophie Roscher vom Modelabel „Soki“. Auch Fridericianums-Chefin Susanne Pfeffer soll den Reisenden mit persönlichen Tipps Einblicke in die Stadt geben.

Eine weitere Besonderheit des Reiseführers: die Rubrik „Verlorengehen“. Dort geht es um Entspannung und wie Reisende eine Stadt auf eigene Faust kennenlernen können. „Auch Unternehmer müssen mal den Kopf frei kriegen“, sagt Mengerik.

Weitere Infos: 

„Carl goes Kassel“ kann für 12,95 Euro (inkl. weltweitem Versand) unter www.carlgoes.com vorbestellt werden, geliefert werden soll spätestens im April.

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