Festnahmen: Mehrere Jugendliche sollen Raubstraftaten während Weihnachten begangen haben

Sieben Festnahmen auf einen Streich

Kassel. Fahndungserfolg für die Kripo: Die Polizei hat insgesamt sieben Verdächtige festgenommen, die für mehrere Raubüberfälle während der Weihnachtsfeiertage verantwortlich sein sollen.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll waren rund ein Dutzend Raubstraftaten über Weihnachten angezeigt worden.

Durch umfangreiche und personalintensive Ermittlungen des für Raubdelikte zuständigen Kommissariats seien einige dieser, aber auch weiter zurückliegende Taten, mit der Festnahme der Tatverdächtigen geklärt worden. Die Verdächtigen hätten die Taten zum Teil eingeräumt.

Zwei der Festgenommenen, ein 14- und ein 18-Jähriger, befinden sich bereits seit Ende Dezember in Untersuchungshaft (HNA berichtete). Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte beim Amtsgericht Kassel einen entsprechenden Haftbefehl gegen die Jugendlichen beantragt. Der Haftrichter kam dem Antrag nach. Die beiden sollen auch am 13. November einen 62-jährigen Mann auf der Zentgrafenstraße überfallen haben.

Wie sich jetzt herausgestellt habe, verübten der 14- und der 18-Jährige zusammen mit einem weiteren 18-Jährigen aus Kassel allein am Heiligabend eine handvoll Straßenraube, darunter auch drei Versuche. Drei davon allein an der Frankfurter Straße/Weinberg, einen an der Gustav-Mahler-Treppe und einen auf der Schönfelder Straße (Wehlheiden).

Versuchter Einbruch

Damit nicht genug: Der bereits in Untersuchungshaft sitzende 18-Jährige habe zusammen mit zwei weiteren Jugendlichen aus Kassel (19 und 22) am 25. Dezember einen Raub am Schwanenweg begangen. Des Weiteren hätten diesem Trio noch zwei weitere Taten, ein versuchter Wohnungseinbruch an der Diakonissenstraße sowie ein Straßenraub auf der Oetkerstraße, nachgewiesen werden können.

Für einen am 2. Weihnachtsfeiertag verübten schweren Raub in einer Wohnung an der Ziegenhainer Straße kommen zwei weitere in Kassel wohnhafte Verdächtige, ein 19- und ein 20-Jähriger, in Frage.

Wie sich bei der Anzeigenerstattung herausstellte, so die Polizeisprecherin, waren die beiden Männer in die Wohnung eingedrungen und hatten den Mieter unter Vorhalt einer Gaspistole zur Herausgabe einer Playstation, einem Handy und 50 Euro gezwungen. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Kripobeamten neben Beweismitteln auch einen Teil des Raubgutes, die Playstation und das Handy. (use)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.