Nach Eigentümer-Wechsel

Bei Sinn-Leffers läuft es „weiter wie bisher“

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Neuer Eigentümer an der Oberen Königsstraße: Für die Kunden und Mitarbeiter von Sinn-Leffers soll sich auch nach der Übernahme durch das süddeutsche Familienunternehmen Wöhrl nichts ändern, heißt es.

Kassel/Hagen. Jetzt ist es offiziell: Das Modehaus Sinn-Leffers erhält einen neuen Eigentümer. Die Modekette wird demnächst von dem Nürnberger Textilhändler Wöhrl übernommen.

Beim Bundeskartellamt ist Ende Dezember ein Antrag auf Zusammenschluss eingegangen. Der Unternehmer Gerhard Wöhrl wird danach - vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts - mit seiner Familie die Gesellschaftsanteile der DIH (Deutsche Industrie-Holding) übernehmen. Das gaben beide Seiten gestern während einer Pressekonferenz am Sinn-Leffers-Firmensitz in Hagen bekannt. Alle 22 Sinn-Leffers-Häuser mit über 2000 Mitarbeitern werden fortgeführt, erklärte Wöhrl.

Sabine-Amelie Alt

Auch für die Niederlassung in Kassel werde es keine größeren Veränderungen geben, sagte am Freitag Geschäftsleiterin Sabine-Amelie Alt. „Alles läuft weiter wie bisher.“ Es ändere sich weder etwas für die 120 Mitarbeiter - darunter zwölf Auszubildende - noch für die Kunden.“ Sie habe gestern Morgen zuerst mit den Mitarbeitern gesprochen und anschließend mit dem Betriebsrat zusammengesessen, sagte Alt.

Nach ersten interessierten Fragen aus der Belegschaft sei man schnell wieder zum Tagesgeschäft übergegangen. Das Sortiment bleibe ebenso wie der Name Sinn-Leffers bestehen. „Beide etablierten Marken Wöhrl und Sinn-Leffers bleiben erhalten“, heißt es in einer ersten Pressemitteilung. Durch den Kauf der Anteile erwerbe die Wöhrl-Familie ein weiteres deutsches Modehandelsunternehmen im gehobenen Marktsegment. Sobald der Verkauf rechtskräftig wird, betreibe die so erweiterte Unternehmensgruppe 60 Modehäuser, beschäftige über 4000 Mitarbeiter und erwirtschafte einen Umsatz von mehr als 600 Millionen Euro.

Patrick Feller, Aufsichtsratsvorsitzender von Sinn-Leffers und Geschäftsführender DIH-Gesellschafter, sagte: „Wir freuen uns, mit der Familie Wöhrl ein gutes Zuhause gefunden zu haben.“ Gerhard Wöhrl sagte: „Sinn-Leffers passt perfekt zu Wöhrl. Wir ergänzen uns nahezu ideal mit unseren Standorten.“ Das Unternehmen war 1933 von seinem Vater Rudolf Wöhrl in Nürnberg gegründet worden. Aus zwei mittelständisch geprägten Firmen ist durch den Zusammenschluss ein großer bundesweiter Anbieter geworden. (chr)

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