Erster „german indoor concrete bowl Team Jam“ in der Kesselschmiede

Skaten bis zum Abwinken: 14 Teams bei Mr. Wilson

Kassel. Die Kesselschmiede in Rothenditmold zog am Wochenende Skateboarder aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden, Belgien, Österreich und der Schweiz an. Der Skateboardverein Mr. Wilson hatte zum ersten „german indoor concrete bowl Team Jam“ eingeladen.

Zwischen artistisch und einem herzhaften „Autsch“ liegt beim Skateboardfahren nur wenig. Eben noch hat der Junge mit der bunten Pudelmütze den Sprung perfekt hinbekommen, jetzt fällt er vom Skateboard und rutscht über den Beton.

Doch aufgeben kam für ihn und die übrigen Teilnehmer des ersten „german indoor concrete bowl Team Jam“ in der Kesselschmiede am Samstag nicht infrage. Sie standen direkt wieder auf und sprangen auf ihre Bretter. Knapp 70 Fahrer in 14 Teams hatten sich für den ersten Wettbewerb dieser Art beim Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson angemeldet. 

Der Wettstreit stehe aber nicht im Mittelpunkt, sondern sei nur ein Zweck gewesen, die Sportler nach Kassel zu holen, erklärte Vorsitzender Matthias Weiland. „Es geht darum, zusammen eine gute Zeit zu haben.“

Zehn Minuten hatten die Teams, die aus mindestens vier Mitgliedern bestehen mussten, um sich vor dem Publikum in dem Betonkessel zu präsentieren. Eine Jury aus erfahrenen Boardern bewertete ihre Leistungen. Mit dem besten Trick konnte eine Mannschaft ebenso gewinnen wie mit dem längsten Grind, bei dem die Sportler auf den Achsen ihres Bretts auf einer Kante entlanggleiten, oder dem härtestem Sturz.

Viele Skateboarder aus Kassel und Umgebung waren gekommen, die die Kesselschmiede häufig nutzen. Dazu kamen aber auch Teams aus dem Rest von Deutschland und sogar dem Ausland. Das Team Titus, mit dem der Wettbewerb startete, stammt aus Münster. Die Gruppenmitglieder fuhren abwechselnd durch den Betonkessel, zeigten Sprünge und Grinds. „Das war schon ganz gut“, kommentierte ein Zuschauer die Leistungen. Doch das folgende Team Ergo gab ein bisschen mehr Gas. Das Team mit Mitgliedern aus ganz Deutschland ist Werbeträger der gleichnamigen Kleidungsmarke für Skateboarder aus den USA.

Begeistert über das Können der Gruppenmitglieder knallten die übrigen Teilnehmer immer wieder ihre Skateboards auf den Boden, johlten und klatschten. Der auffälligste der Fahrer war ein blonder Junge mit türkisfarbener Mütze. Der erst zwölfjährige Henry stammt aus Lindau am Bodensee und stürzte sich genauso furchtlos wie seine erwachsenen Teamkollegen die Rampen hinunter.

Auch das Team Schumi hoffte auf einen Erfolg. Aus der Schweiz waren die vier gutgelaunten Jungs bereits am Freitagabend nach Nordhessen gekommen. Der Contest in der Kesselschmiede sei eine Empfehlung eines Freundes, verrieten sie.

Impressionen vom Team Jam in der Mr. Wilson Skatehalle

Der Namensgeber der Gruppe, Thomas Schumann, schien allerdings ein bisschen verärgert darüber, dass seine Freunde ihm nicht gesagt hatten, wie lange die Fahrt dauern würde. „Sie haben mir gesagt, von Basel seien es nur noch zwei Stunden nach Kassel“, sagte er. „Dabei haben wir fast acht Stunden gebraucht.“ (prs)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.