Für Jugendarbeit: Skater wollen langfristig Geld von der Stadt

Kassel. Auf eine langfristige Unterstützung der Stadt Kassel hofft der Skate-Verein Mister Wilson. Allein mit der von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) zugesagten Finanzierung für das laufende Jahr könne sich der Verein nicht zufrieden geben, teilte der 2. Vorsitzende Jan Marthiensen mit.

Am vergangenen Montag hatte Mister Wilson etwa 200 Menschen für eine Demonstration vor dem Kasseler Rathaus mobilisiert. Grund ist der auslaufende Mietvertrag für die Skate-Halle an der Wolfhager Straße. Ende Juni müssen die Skater dort ausziehen. Hilgen hatte bei der Demonstration zugesagt, den Verein beim Umzug in eine neue Halle auf dem ehemaligen Henschel-Gelände nahe des Technik-Museums zu unterstützen. Er hatte Hilfe bei der Finanzierung bis zum Jahresende versprochen.

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Kürzlich war eine kleine und abgelegene Halle im Kasseler Stadtteil Waldau als alternativer Standort angedacht. Dass die Stadt eingesehen hatte, dass diese Halle nicht in Frage komme, sei als „erster Etappensieg im Kampf um die sichere Zukunft der Kasseler Skatehalle“ zu betrachten, sagte Marthiensen. „Entscheidend ist nun, ob den Worten der städtischen Repräsentanten Taten folgen werden und ob die Zukunft der Halle tatsächlich langfristig gesichert wird.“

Die Stadt müsse konkrete Finanzierungszusagen über einen mehrjährigen Zeitraum geben. Der Verein müsse in den Regelhaushalt aufgenommen werden, forderte Marthiensen, „da sich unsere Arbeit auf Augenhöhe mit anderen großen Trägern offener Jugendarbeit befindet“. Zudem sei es unverzichtbar für den Betrieb der Halle und die tägliche Jugendarbeit in der Skate-Szene, dass die Stadt eine Arbeitskraft mit einer halben Stelle finanziere.

Marthiensen machte darauf aufmerksam, das die verbleibende Zeit immer knapper wird, bis eine Lösung für die neue Halle gefunden werden müsse. „Wir sind nicht bereit, ein weiteres Mal, ohne Skatehalle dazustehen.“ Die komme einem Todesurteil für den seit 22 Jahren bestehenden Verein gleich. (clm)

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