Großbank senkt Kursziel – Branchenkrise hält an

SMA-Aktie bricht um zehn Prozent ein

Niestetal / Kassel. Nach einem mehrwöchigen Zwischenhoch befindet sich die SMA-Aktie seit Wochen tendenziell im Sinkflug. Allein am Donnerstag rauschten die Titel des Niestetaler Solartechnik-Herstellers um 10,1 Prozent auf 24,61 Euro in die Tiefe.

Grund war eine Herabstufung durch die britische Großbank HSBC, die das Kursziel von 25 auf 22 Euro senkte.

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Die Aktie hat somit seit Ende Oktober fast 30 Prozent ihres Werts verloren, ist aber noch weit entfernt vom Allzeittief von 15,61 Euro vor gut einem Jahr. Noch weiter weg ist sie allerdings vom Ausgabekurs von 47 Euro im Juni 2008, als das Unternehmen sich auf das Parkett wagte. Und die Höchststände vom Oktober 2010, als die Aktie in der Spitze bei 106,70 Euro notierte, erscheinen aus heutiger Sicht völlig unerreichbar.

Grund für diese Entwicklung ist der stark rückläufige Markt für Solartechnik wegen der massiven Förderkürzungen und Überkapazitäten sowie des in der Folge einsetzenden Preisverfalls. Das spürt auch SMA. Das Unternehmen hat die Beschäftigungsverhältnisse von Hunderten von Leiharbeitern nicht verlängert und ist dabei, 800 der weltweit 5500 festen Stellen abzubauen.

Für das Gesamtjahr erwartet SMA einen Umsatzrückgang um bis zu 40 Prozent auf 900 Mio. Euro und einen Verlust von bis zu 90 Mio. Euro nach einem Plus von 75 Mio. Euro im Vorjahr. (jop)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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