Schäpers kümmert sich bei SMA um Nachhaltigkeit

An diesem Klimaretter ist in Kassel fast jeder schon mal vorbeigefahren

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Doppelt: Matthias Schäpers vor dem Plakat mit ihm als Motiv. Es hängt am SMA-Parkhaus an der Dresdener Straße. 

Seit drei Jahren wirbt Matthias Schäpers auf einem riesigen Plakat für seinen Arbeitgeber SMA und den Klimaschutz. Selbst Kinder erkennen den Grünen-Politiker. Wie ist es, wenn einen alle ansprechen?

Matthias Schäpers kommt mit dem Firmenrad zum Termin an der Dresdener Straße. Er ist Nachhaltigkeitsbeauftragter bei SMA, er ist Klimaschutzbeauftragter der Landes Hessen, er ist bei den Grünen aktiv, da ist die Art der Fortbewegung fast eine Selbstverständlichkeit. Und überhaupt: Er fährt für sein Leben gern Rad.

Nun steht er da am Straßenrand, hinter ihm das Parkhaus von SMA, an dem ein großes Plakat hängt. Wer in dem Moment daran vorbeifährt, der könnte zu der Überzeugung kommen, Matthias Schäpers gäbe es zweimal: einmal, wie er an seinem Fahrrad steht. Und einmal, wie er ein Auto mit Sonnenenergie betankt.

Matthias Schäpers ist schließlich der Mann, der den Autofahrern auf der viel befahrenen Straße vom Plakat aus entgegenlächelt. Er ist nicht zu übersehen. Ein Bekannter merkte einmal scherzhaft an, Matthias Schäpers sei da ja größer als der Herkules.

Seit drei Jahren hängt dieses Plakat jetzt – und immer noch wird der 47-Jährige darauf angesprochen, wenn auch nicht mehr so oft wie am Anfang – kuriose Begebenheiten inklusive. Einmal saß er im Sommer mit einem Arbeitskollegen am Kulturzelt. Neben ihnen hatten eine Mutter und ihr Kind Platz genommen, als das Kind plötzlich zu seiner Mutter sagte: „Guck mal, da ist der Mann von dem Plakat.“ Da mussten dann alle lachen. Wie aber ist Matthias Schäpers auf das Plakat gekommen? Das wiederum hat mit seinem Job als Nachhaltigkeitsbeauftragter zu tun – und damit, dass er sich mit der Botschaft identifizieren kann. Ein Auto tankt Sonnenenergie – das passt zu ihm, das passt zu SMA mit seinen 45 Ladestationen für Elektroautos.

Für die Grünen sitzt er im Ortsbeirat

Dabei kommt Matthias Schäpers nicht als Missionar daher, wenn er für seine Interessen eintritt, er moralisiert nicht, wenn er über seine Themen spricht. „Ich will nicht dogmatisch sein“, sagt er. Beispiel Radfahren. „Ich mache das, weil es mir Spaß macht.“ Der Spaß hat ihn auch in seinem Berufsleben geleitet. Er hat Architektur in Kassel studiert, als Architekt hatte er dann mit Solarenergie zu tun. So ist er zu SMA gekommen; dort besetzt er nun eine Stabsstelle und kümmert sich um die Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Das passt zu seinem ehrenamtlichen Engagement. Seit einem Jahr sitzt Matthias Schäpers für die Grünen dort im Ortsbeirat, wo er seit Jahren mit seiner Frau und seinen beiden Jungen im Alter von 14 und sieben Jahren lebt: im Vorderen Westen. Dort hat er kürzlich angeregt, das Gremium könne doch in Zukunft möglichst auf Papier verzichten. Die Kollegen wollen es nun ausprobieren.

Wenn Matthias Schäpers so erzählt, dann erscheint einem vieles schlüssig. Nur eins nicht: seine Herkunft. Zumindest gibt es keinen Dialekt, der darauf hindeutet, dass er aus Gelsenkirchen kommt und somit im Ruhrgebiet aufgewachsen ist.

Also ist er Fan von Fußball-Bundesligist Schalke 04? Matthias Schäpers verneint, er druckst dann ein bisschen rum, bevor er verrät, für wen sein Herz schlägt. „Leverkusen, weil mir mit vier Jahren der Name so gut gefallen hat.“ Das klingt fast wie eine Entschuldigung.

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