Solartechnik-Hersteller SMA zieht Elektro-Industrie nach unten

Niestetal/Kassel. Der massive Umsatzeinbruch beim Niesetetaler Solartechnik-Hersteller SMA verhagelt auch der hessischen Elektro-Industrie die Bilanz.

Wie der Zentralverband der Elektro- und Elektronikindsutrie (ZVEI) am Freitag mitteilte, gehen 65 bis 80 Prozent des Umsatzrückgangs der Branche – um 700 Millionen auf 10,5 Milliarden Euro – auf das Konto des nordhessischen Technologiekonzerns.

Denn der hat im vergangenen Jahr laut jüngster Prognose infolge eines starken Umsatzrückgangs und Preisverfalls bei Solarwechselrichtern ein Umsatzminus von 460 bis 560 Mio. auf nur noch 900 Mio. bis eine Mrd. Euro erlitten. Außerdem erwartet SMA für das abgelaufene Jahr einen Verlust von bis zu 90 Mio. Euro nach einem Plus von 75 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Umsatz sinkt seit 2010 kontinuierlich, als die Nordhessen Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.92 Mrd. Euro verkauften und den Rekordgewinn von 365 Mio. Euro einfuhren. In den beiden Folgejahren sank der Umsatz auf 1,68 und 1,46 Mio. Euro. Als Konsequenz ließ SMA hunderte von Zeitarbeitsverträgen auslaufen und baute 800 seiner bis dahin rund 5000 festen Stellen ab.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von einer bis 1,3 Mrd. Euro sowie ein operatives Ergebnis von 20 Mio. Euro. (jop)

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