SMA trotzt der Coronakrise: Solarkonzern steigert Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich

Der Niestetaler Solarkonzern SMA hat sich bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 60 Prozent der Umsatzprognose für 2020 gesichert. 
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Der Niestetaler Solarkonzern SMA hat sich bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 60 Prozent der Umsatzprognose für 2020 gesichert. 

Der Niestetaler Solarkonzern SMA trotzt der Coronakrise und hat im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt.

Wie das SDax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte, verdoppelte es seine verkaufte Wechselrichter-Leistung auf 4,4 Gigawatt. Der Umsatz stieg um 72 Prozent auf 288 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verzwanzigfachte sich von 0,6 auf 12 Millionen Euro. Das Konzernergebnis, das im ersten Quartal des Jahres 2019 bei minus 11 Millionen gelegen hatte, ist mit nun minus 0,3 Millionen nahezu ausgeglichen.

Damit setzt sich der positive Trend des vergangenen Jahres nach einem miserablen Geschäftsjahr 2018, das durch Stellenabbau und Verlust gekennzeichnet war, weiter fort.

„SMA ist gut ins Jahr 2020 gestartet“, kommentierte Vorstandssprecher Jürgen Reinert die Zahlen. Der Solarkonzern habe Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal erheblich gesteigert. Auch der Auftragseingang habe sich mit 330 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres weiterhin sehr gut entwickelt. Der Umsatzanstieg resultiert SMA zufolge im Wesentlichen aus dem starken Projektgeschäft in den USA sowie dem nach wie vor positiven Handelsgeschäft in Europa.

„Umsatz und produktbezogener Auftragsbestand des ersten Quartals decken bereits über 60 Prozent der Umsatzprognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 ab“, so Reinert. Der Vorstand gehe weiterhin davon aus, die Umsatz- und Ergebnisziele für 2020 zu erreichen und die Marktanteile des Konzerns in wichtigen Zielmärkten zu steigern.

SMA strebt demnach ein Umsatzwachstum auf 1,0 bis 1,1 Milliarde Euro und ein Ebitda von 50 bis 80 Millionen Euro an. Die Bilanzstruktur des Unternehmens ist Reinert zufolge angesichts einer Nettoliquidität von 243 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 40,3 Prozent solide. Die Corona-Pandemie hinterlässt bei SMA bislang kaum Spuren: „Durch ein aktives Management und Prozessanpassungen konnten wir in der Coronakrise sowohl unsere Lieferkette als auch unsere Produktionskapazität aufrecht erhalten und mussten lediglich geringe Lieferengpässe hinnehmen“, sagte der Vorstandssprecher.

SMA beschäftigt weltweit 3000 Mitarbeiter, davon 2100 in Niestetal und Kassel.

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