Neues Geschäftsfeld eröffnet

SMA wandelt sich zum Energiedienstleister

SMA-Produktion: Unser Archivfoto zeigt Julia Stunz bei ihrer Arbeit im Werk auf dem Sandershäuser Berg. Foto: Fischer

Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller will sein Geld künftig stärker mit digitalen Energiedienstleistungen verdienen.

Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, soll das neue Geschäftsfeld mit der Tochtergesellschaft Coneva GmbH in München erschlossen werden. Als Grund für den Firmensitz in der bayerischen Landeshauptstadt nannte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon die Verfügbarkeit von Spezialisten vor Ort.

Coneva will seine Dienste in den Bereichen Energie-Management und -steuerung künftig Stadtwerken, Wohnungsbaugesellschaften, Telekommunikationsunternehmen, anderen Gewerbetreibenden und öffentlichen Einrichtungen anbieten. Beispiel: Mit Hilfe der intelligenten Wechselrichter aus Niesetal kann Coneva Supermarktketten das gesamte Energie-Management abnehmen und beträchtliche Kosteneinsparungen für sie erzielen, indem der Strom aus den eigenen Fotovoltaik-Anlagen auf den Gebäuden selbst verbraucht, zu Höchstpreisen ins Netz eingespeist und verkauft oder auch Kunden zur Betankung ihrer Elektroautos zur Verfügung gestellt wird. Coneva bietet ein ganzheitliches Energie-Management von der Erzeugung, über die Verbrauchssteuerung bis hin zum Verkauf an.

Urbon bezeichnete die die Weiterentwicklung von SMA zum modernen Energiedienstleister als eines der wichtigsten strategischen Ziele des Unternehmens. „Die Gründung von Convea ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin“, sagte er.

Unabhängig davon baut SMA sein klassisches Geschäft mit Solarwechselrichtern im derzeit wichtigsten Markt der Branche, in den USA, weiter aus. Wie das Niestetaler Unternehmen gestern mitteilte, hat SMA einen Liefervertrag mit einem der führenden Installateure für Solaranlagen, Sunrun, geschlossen. Damit wird SMA zu einem der Hauptlieferanten des Anbieters von Hausdachanlagen. In diesem Marktsegment sieht Urbon großes Potenzial. Zum Lieferprogramm zählen speziell für den US-Markt entwickelte Wechselrichter sowie zunehmend auch Batteriesysteme. Über den Lieferumfang machte SMA keine Angaben.

Das Unternehmen sieht sich als Weltmarktführer bei Wechselrichtern, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. SMA beschäftigt weltweit mehr als 3000 feste Mitarbeiter, davon gut zwei Drittel in Niestetal und Kassel.

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