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So klappt es im Alter mit dem Internet

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Seniorenpaar vor dem Laptop
Die ersten Schritte: Vor den Weiten des Internets haben viele Ältere Respekt. © PantherMedia / IgorVetushko

Die Möglichkeiten des Internets können einschüchternd wirken. Dabei kann man viel gewinnen. „Gerade in Anbetracht der Pandemie ist deutlich geworden, welchen Nutzen das Internet hat. Etwa, wenn es darum geht, Kontakt zu halten oder sich mit anderen Menschen auszutauschen“, sagt die Medienpädagogin Lisa Gröschel.

Darüber hinaus sind Internetdienste in fast jedem Bereich des Alltags hilfreich: Mit der Nahverkehrs-App ist der Weg zum neuen Arzt fix recherchiert, Nachrichtenportale liefern aktuelle Informationen. „Online zu sein ermöglicht mehr gesellschaftliche Teilhabe und Unabhängigkeit“, fasst Janina Stiel von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) zusammen. Eine Hürde ist oftmals die Technik. „Viele ältere Leute haben Angst, etwas kaputt zu machen“, beobachtet die Digital-Expertin Roswitha Uhde. „Ich sage dann: Man kann mit einem Klick selten etwas zerstören und das Internet lässt sich nicht löschen.“

Wer sich auf seine erste Expedition in die digitale Welt begibt, braucht ein Gerät, das sich mit dem Internet verbinden kann. „Ob ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone die beste Wahl ist, hängt von den jeweiligen Bedürfnissen und Interessen ab“, sagt Stiel. Viele ältere Leute fühlen sich mit einem Tablet wohler, weil sie Text und Bilder so größer vor sich haben als auf einem Smartphone. Wer vor allem unterwegs online sein will, zum Beispiel um Wanderrouten parat zu haben, trifft mit einem Smartphone die bessere Wahl.

Wie beim Gerät hängt auch die Frage nach der Art des Internetzugangs von den individuellen Bedürfnissen ab. Wer das Internet viel zu Hause nutzen möchte, sollte sich einen WLAN-Router zulegen und eine Internet-Flatrate. Wer nur hin und wieder etwas im Netz recherchiert oder Fotos per Messenger schicken und empfangen möchte, für den kann indes ein Mobilfunkvertrag mit einem begrenzten Datenvolumen reichen.

Steht die Technik, kann es losgehen. „Generell sollte man mit etwas anfangen, was einen wirklich interessiert“, rät Janina Stiel. Wer gerne strickt, kann im Internet nach neuen Mustern suchen. Vielen hilft es, sich die einzelnen Schritte, etwa zum Versenden einer E-Mail, zu notieren. Auch das Installieren und Ausprobieren verschiedener Apps trägt dazu bei, sich nach und nach die digitale Welt zu erschließen. „Durch Apps lässt sich die Internetnutzung gut strukturieren“, sagt Medienpädagogin Gröschel.

Bei Unklarheiten heißt es oft: Frag’ doch mal die Enkelin! Nach Einschätzung von Gröschel sollte man davon aber nicht zu viel erwarten. „Die Familie ist nicht immer die beste Anlaufstelle, wenn es um Fragen zur Internetnutzung geht“, sagt sie. Ältere erschließen sich Technik ganz anders als Jüngere, die Suchmaschinen und soziale Medien schon lange kennen oder sogar damit aufgewachsen sind.  tmn

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