Teuren Einkäufen vor 3 Jahren

Gas soll in Kassel erst 2017 weniger kosten

Kassel. Der günstige Ölpreis sorgt dafür, dass Benzin an den Tankstellen so wenig kostet wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Doch den Gaspreis, auf den der Ölmarkt weiterhin erheblichen Einfluss hat, will die Städtische Werke AG für ihre 45 000 Gaskunden in der Stadt vorerst nicht senken.  Werke-Vorstand Stefan Welsch sagt: „Spätestens Anfang 2017 wird eine Senkung kommen.“

Dann wirke sich der seit Februar 2015 um etwa 35 Prozent gesunkene Großhandelspreis für Gas auf die Neueinkäufe der Stadtwerke aus. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, erwerben die Stadtwerke nicht kurzfristig Gasmengen, sondern schließen langfristige Verträge und kaufen Gas mit langem Vorlauf ein. „Das heute gelieferte Gas haben wir vor drei Jahren gekauft“, erklärt Chef-Einkäufer Dr. Frank Hoster.

2013 gab es weder günstiges Öl noch billiges Gas. Sondern die Ukraine-Krise, Angst vor Putin und vor steigenden Energie-Preisen. Da habe man zur Sicherheit größere Mengen zu noch hohen Preisen gekauft, erinnert sich Hoster. „Hätten wir damals gewusst, dass die Preise runter gehen, hätten wir alles kurzfristig zugekauft“, sagt Welsch. Aber die Preisentwicklung seit eineinhalb Jahren, in denen der Rohölpreis um rund 70 Prozent gefallen ist, sei nicht absehbar gewesen.

Mit einem durchschnittlichen Arbeitspreis von 6,86 Cent pro Kilowattstunde in Kassel liege man unter dem Bundesdurchschnitt von 7,45 Cent, rechnet Welsch vor: „Wir sind fair, wettbewerbsfähig und haben einen attraktiven Preis.“ Bis zum Sommer dieses Jahres wollen die Werke einen neuen, etwas günstigeren Tarif für Kunden schaffen, die einen Vertrag über zwei Jahre schließen. Damit sollen Gaskunden im Durchschnitt mehr als 50 Euro pro Jahr sparen. Man wolle damit beginnen, die günstigeren Einkaufspreise an die Kunden weiterzugeben, kündigt er an.

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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