Unterstützung für Anwohner der Heiligenröder Straße

Ortsbeirat Bettenhausen: Lastwagen sollen draußen bleiben

Sperrung: Ab dem Umbachsweg stadteinwärts gibt es bereits auf der Heiligenröder Straße ein Durchfahrtsverbot für Lkw. Solche Schilder wünschen sich Anwohner auch in Seitenstraßen. Foto: Dilling

Bettenhausen. Der Schleichverkehr schwerer Lastwagen von und zum Gewerbegebiet an der Osterholzstraße nervt Anwohner der Heiligenröder Straße und des Umbachwegs Tag und Nacht.

Ihre Beschwerden haben sie während der jüngsten Ortsbeiratssitzung mit einem Vorschlag verbunden: Danach sollen unter anderem die Zufahrtsstraßen zum Gewerbegebiet an den Einmündungen zur Heiligenröder Straße gesperrt und so die Lastwagen aus dem Wohngebiet herausgehalten werden. Der Ortsbeirat unterstützt derartige Sofortmaßnahmen, fordert aber zugleich von der Stadt ein Konzept für den gesamten Bereich der Heiligenröder Straße zur Verminderung des Schwerverkehrs.

Betroffen von der Sperrung wären die Ruhbreite, der Niestetalweg und die Steinbreite. Laster des Logistikunternehmens UPS und der Firma Rettberg störten durch Beschleunigen, Schalten und Abbremsen ihre Nachtruhe, berichteten die Anwohner Boris Naumann und Christoph Nonn. Dabei seien die Lkw-Fahrer gar nicht auf diese Route angewiesen, sondern könnten über die Göttinger Straße, wo keine Wohnhäuser stünden, zur Dresdner Straße und weiter zur Autobahnauffahrt gelangen. Sie benutzten den Schleichweg durchs Wohngebiet nur, um Zeit zu sparen und die Ampeln an der Dresdner Straße zu umgehen. „Die Belastung hat kolossal zugenommen“, sagte Nonn.

Der Ortsbeirat favorisiert eine Sperrung der Ruhbreite, verlangt aber zugleich vom Straßenverkehrsamt eine langfristige Lösung. „Das Problem muss in ein Verkehrskonzept für den Kasseler Osten eingearbeitet werden“, sagte Ortsvorsteher Enrico Schäfer (SPD). Deshalb fordert der Ortsbeirat einen Ortstermin, zu dem auch betroffene Anwohner eingeladen werden sollen. Reiner Lacher (SPD) meinte kritisch, die Sperrung allein werde das Problem nicht lösen. Es müssten Gespräche mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei geführt werden. „Ich hätte das gern als Gesamtbild betrachtet“, stimmte ihm die Anwohnerin Petra Döring zu. Die gesamte Heiligenröder Straße werde von Lkw als „Rennstrecke“ benutzt. „Die ganze Situation macht es für uns Anwohner nicht mehr lebenswert“, sagte sie. (pdi)

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