Sonntagabend fand der gesellschaftliche Auftakt des Kongresses im Kasseler Rathaus mit 350 Gästen statt

Kongress für Solarenergie: Auftakt in Kassel

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Empfang im Rathaus: Die Kongress-Teilnehmer (von links) Hans-Gerhard Holtorf und Zivayi Chiguvare trafen auf Veranstalter Prof. Klaus Vajen, Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep.

Kassel. Hunderte von Sonnenblumen schmückten am Sonntagabend den Stadtverordnetensaal des Kasseler Rathauses. Eine schönere und passendere Dekoration hätten sich die Mitarbeiter des Umwelt- und Gartenamtes zum Auftakt des weltweit größten Kongresses für Solarenergie nicht einfallen lassen können.

Etwa 350 Menschen, Kongress-Teilnehmer aus der ganzen Welt und lokale Vertreter aus Politik, Kunst und Wirtschaft, waren zum gesellschaftlichen Auftakt der hochkarätigen Veranstaltung im Rathaus erschienen. Die Universität Kassel richtet den Kongress zusammen mit der Solar-Energy-Society aus. Im Kongress Palais Kassel (Stadthalle) werden über 700 Wissenschaftler über solares Heizen und Kühlen, Solararchitektur und Windenergie diskutieren.

Teilnehmer aus Japan, dem Iran, Uruguay, Finnland, Israel, den USA, Australien, Brasilien, Südafrika, Spanien, Kanada, Costa Rica, Mexiko, Südkorea, um nur einige aufzuzählen, ließen sich am Sonntag bereits im Bürgersaal registrieren und holten ihre Teilnehmerunterlagen im umweltfreundlichen Stoffbeutel ab. Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep, Gastgeber des Empfangs, machten bei ihrer Begrüßung keinen Hehl daraus, wie stolz sie darauf sind, dass dieser Kongress nach Peking und Johannesburg nun in Kassel stattfindet.

Postlep dankte besonders Prof. Klaus Vajen und seinem Team vom Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik der Uni Kassel, die den Kongress wissenschaftlich leiten.

Hilgen erzählte dem internationalen Publikum nicht nur, dass Kassel eine Vorreiterrolle bei erneuerbaren Energien eingenommen hat, sondern machte auch auf die vielen Sehenswürdigkeiten in der Stadt aufmerksam. Er forderte die Wissenschaftler auf, im nächsten Jahr zur documenta 13 erneut nach Kassel zu kommen. Die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev, die ebenfalls unter den Gästen war, bekam Extra-Applaus vom internationalen Publikum.

So manch einer nutzt den Kongress auch, um alte Freunde wiederzusehen. Hans-Gerhard Holtorf vom Studiengang Regenerative Energien an der Uni Oldenburg plauderte mit Zivayi Chiguvare aus Südafrika, der in Oldenburg studiert hat. Wissenschaftler Holtorf zeigte sich beeindruckt, was seine Kollegen in Kassel alles zu bieten haben.

Dass man E-Gitarre nur mit Sonnenkraft spielen kann, das hatte bereits am Nachmittag Thomas Reußenzehn aus Frankfurt auf dem Königsplatz bewiesen. Reußenzehn hat den weltweit ersten solarbetriebenen Röhrenverstärker gebaut. Er gab eine Kostprobe seiner umweltfreundlichen Musik neben einem Solarobelisken. Vier Fotovoltaik-Module liefern die Energie für den Obelisken, der in der Innenstadt für den Kongress wirbt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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