Nachfolgebehörde soll wohl weg aus Kassel

Sorge um Jobs im Kreiswehrersatzamt

Kassel. Das Kreiswehrersatzamt in Kassel steht auf der Kippe. Auch nach Vorstellung der Bundeswehr-Reformpläne durch Minister Thomas de Maizière bleibt fraglich, ob der Behördenstandort eine Zukunft hat.

Die 97 Beschäftigten dort machen sich Sorgen um ihre Jobs, sagte Personalratsvorsitzender Manfred Werner: „Die Ungewissheit ist für den Einzelnen sehr belastend.“

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht sollen die Behörden in Werbezentren für Freiwillige umgewandelt werden – mit „mindestens halbierter“ Personalstärke“, sagt Werner. Schon klar sei, dass von fünf hessischen Ämtern nur zwei Standorte übrig bleiben sollen.

Die Befürchtung der Mitarbeiter ist, dass das Amt in Kassel aufgelöst und die Nachfolgebehörde an einen bestehenden Bundeswehrstandort angegliedert wird. Darin werde unter anderem der Vorteil gesehen, dass man Interessenten an einer Bundeswehrlaufbahn gleich Einblicke in die Praxis vermitteln und die Teilnehmer an mehrtägigen Tests zentral unterbringen und verpflegen könne. Größere Kasernen, die im nordhessischen Bereich infrage kämen, gibt es in Fritzlar und in Stadtallendorf.

Frühestens im Herbst sollen Entscheidungen über Standorte getroffen werden, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Dabei gehöre es auch zu den Prüfkriterien, wie man „vorhandene Bundeswehrstrukturen nutzen“ könne. (asz) DRITTE Seite

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