Soziale Netzwerke: So helfen sie in Studium und Berufseinstieg

Manche mögen es gar nicht, andere haben den Umgang damit perfektioniert: Soziale Netzwerke (social networks) werden immer wichtiger und können wertvolle Hilfen für den Berufseinstieg sein.

Der Soziologe Mark Granovetter hat bereits im Jahr 1974 nachgewiesen, dass die besten Jobs über lockere Beziehungen vergeben werden. Bei der Kontaktpflege spielt inzwischen auch das Internet eine große Rolle. Tipps für das „netter worken“:

1 Kontakte zu verschiedenen Menschen aufbauen

Beim Aufbau eines social networks geht es nicht darum, wahllos möglichst viele Kontakte aufzubauen. Experten empfehlen den zielgerichteten Aufbau eines Beziehungsgeflechts. Dabei ist es besonders wichtig, Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen zu pflegen. Bei der Jobvergabe seien besonders die Leute wichtig, die man nicht persönlich kennt, zu denen aber durch gemeinsame Bekannte eine Verbindung besteht. Dabei können Plattformen wie studivz, facebook und das Business-Network Xing nützlich sein.

2 Früh beginnen

Buchtipps:

- Nicholas A. Christakis, James H. Fowler und Jürgen Neubauer: Connected!: Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist. Fischer Verlag. Frankfurt: 2010, Preis: 22,95 Euro

- Boris Holzer: Netzwerke. Transcript. Bielefeld. 2006, Preis: 12,50 Euro

Generell gilt: Das soziale Netzwerk sollte bestehen bevor es benötigt wird. Es ist zu spät, zu beginnen, wenn man sich händeringend auf der Suche nach einem Job befindet. Daher ist das Studium die richtige Zeit, um mit der Pflege von Beziehungen anzufangen. Dabei ist zu beachten, dass man keinesfalls als Bittsteller auftreten sollte. Vielmehr ist es wichtig, seinem Gegenüber auf Augenhöhe zu begegnen. Vielleicht ist es sogar möglich, dem Anderen ebenfalls interessante Informationen mitzuteilen. Zuerst geben, dann nehmen – so lautet die Devise.

3 Spielerisch herangehen

Es ist alles eine Frage der Einstellung: Wem es nicht gefällt, soziale Beziehungen zu funktionalisieren, sollte versuchen, das ganze etwas spielerischer zu betrachten. Netzwerke können bei der Job- oder Praktikasuche helfen, eine Garantie für erfolg sind sie jedoch nicht. Man baut lediglich die eigenen Optionen etwas aus. Und schließlich macht es ja auch Spaß, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Wenn sich daraus etwas ergibt – ein positiver Nebeneffekt.

4 Viele Fragen stellen

Bekannte Netzwerke:

- www.studivz.de

- www.facebook.com

- www.xing.de

Menschen reden gerne über sich selbst. Viele empfinden ein Gespräch dann als gut, wenn sie ausführlich über sich selbst erzählt haben. Daher empfiehlt es sich, viele Fragen zu stellen, aber nicht aufdringlich zu erscheinen – im persönlichen Gespräch wie auch in der Online-Kommunikation. Während der andere erzählt, kann man einiges lernen und bleibt als angenehmer Gesprächspartner in Erinnerung. Tipp: Besonders offene Fragen eignen sich, um ins Gespräch zu kommen.

5 Positiv auffallen

Anders sein als die Anderen – das ist eine Eigenschaft, die man beim Netzwerken ausbauen und bewusst präsentieren sollte. Dabei gilt es, sich vor allem positiv von Anderen abzuheben – im eigenen Profil der Online-Darstellung sowie im persönlichen Umgang. Was sind meine Stärken und wie kann ich sie besonders deutlich machen? Mit diesen beiden Fragen sollte man sich eingehend beschäftigen. Absolutes No go: Negativ auffallen durch unpassendes Design. (yva)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.