Sozialwohnungen im Wohnpark Helleböhn: Baustart ist im Frühjahr

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Wohnpark Helleböhn: Blick von einem der Hochhäuser an der Leuschnerstraße über die Meißnerstraße (Bildmitte). In diesem Wohnquartier will die GWH ab März neun zusätzliche Mehrfamilienhäuser mit 94 Sozialwohnungen bauen.

Süsterfeld/Helleböhn. Im März soll es losgehen: Die Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) will im Wohnpark Helleböhn neun zusätzliche Mehrfamilienhäuser mit 94 Sozialwohnungen bauen.

„Wir sind vorbereitet und startklar“, sagt der Kasseler GWH-Bereichsleiter Christian Wedler, der in den nächsten Tagen mit der Baugenehmigung aus dem Kasseler Rathaus rechnet.

Das Bauvorhaben für die in Kassel dringend benötigten neuen Sozialwohnungen hatte sich verzögert. Ursprünglich wollte die GWH schon 2016 im Wohnpark Helleböhn bauen, doch Planung und Genehmigungsverfahren waren aufwändiger als zunächst gedacht. Jetzt ist Wedler zuversichtlich, dass je nach Wetterlage Mitte bis Ende März mit den ersten Arbeiten begonnen werden kann.

Gebaut werden die neun neuen Häuser auf den Freiflächen zwischen den bestehenden Gebäuden im Wohnpark Helleböhn, der zwischen Eugen-Richter- sowie Leuschnerstraße und Heinrich-Schütz-Allee liegt. Die GWH investiert rund 13,5 Millionen Euro. Der Sozialwohnungsbau wird von der Stadt mit 10.000 Euro pro Wohnung gefördert.

Geschaffen werden vor allem stark nachgefragte kleinere Wohnungen zum Beispiel für Senioren und Studenten, aber auch größere Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien. Solche großen Wohnungen und dazu kleine Apartments seien genau die Wohnungen, die in Kassel fehlen würden, erklärt Wedler. Die 94 Wohnungen verfügen über insgesamt 5634 Quadratmeter Wohnfläche.

Acht der geplanten mehrstöckigen Häuser bekommen Aufzugsanlagen und werden barrierearm erstellt. Nur in einem Neubau lässt sich kein Fahrstuhl unterbringen.

Bei einem Baustart im März wäre das erste neue Mietshaus in Helleböhn planmäßig im Sommer 2018 bezugsfertig. Die neun Gebäude sollen nach und nach entstehen, in zweieinhalb bis drei Jahren soll alles fertig sein, sagt Wedler. Gleichzeitig arbeite das Wohnungsunternehmen an Plänen für weitere Neubauten in den Stadtteilen Vorderer Westen, Niederzwehren, Fasanenhof sowie Brückenhof. Dort könnten bis zu 150 weitere Sozialwohnungen entstehen.

In den neuen Häusern in Helleböhn wird die Kaltmiete nach Angaben von Wedler bei 6,40 bis 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Zum Vergleich: In Kassel kostet eine ungeförderte Neubauwohnung inzwischen ab zehn Euro Miete pro Quadratmeter.

Die GWH vermietet in Kassel rund 5500 Wohnungen und in Baunatal, Lohfelden und Vellmar weitere 2000 Wohnungen. Das Ziel ist ein Bestand von insgesamt 8500 Wohnungen.

Um Sozialwohnungen beziehen zu können, brauchen die Mieter einen Wohnberechtigungsschein. Den gibt es nur bei geringem Einkommen.

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