Arbeiten für geplanten Neubau haben begonnen

Sparkasse an Kölnischer Straße wird abgerissen

Vorbereitungen für den Abriss: Der Gebäuderiegel der Kasseler Sparkasse von der Kölnischen Straße (hinten) bis zur Spohrstraße soll einem Neubau weichen. Die Arbeiten haben begonnen.
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Vorbereitungen für den Abriss: Der Gebäuderiegel der Kasseler Sparkasse von der Kölnischen Straße (hinten) bis zur Spohrstraße soll einem Neubau weichen. Die Arbeiten haben begonnen.

In der Kasseler Innenstadt gibt es eine weitere Großbaustelle. Nur wenige Meter vom Königsplatz entfernt haben die Arbeiten für den Abriss des Altbaus der Kasseler Sparkasse begonnen.

Kassel. Im Dreieck zwischen Kölnischer Straße und Spohrstraße soll bis zum Jahr 2024 für 51 Millionen Euro ein Neubau für die Sparkasse entstehen. Mit Zufahrt von der Spohrstraße sind auf dem Gelände überall Baumaschinen und Fahrzeuge zu sehen.„Im nächsten Schritt wird das Gebäude entkernt, dann kommt der Abriss“, sagt Katrin Westphal, die Sprecherin der Kasseler Sparkasse.

Immer wieder bleiben Passanten stehen und beobachten, was da gegenüber der Kurfürstengalerie passiert. Bis zum Herbst soll der große Altbauriegel mit seinen sieben Geschossen verschwunden sein. Vorher wird er allerdings noch genutzt. Unter anderem von der Rettungshundestaffel Nordhessen, die dort die Suche nach Vermissten trainiert.

Für das Areal hat die Sparkasse ambitionierte Pläne. Dort soll in den nächsten drei Jahren auf dann neun Etagen der „S-Finanz-Campus“ als neue Zentrale des Geldinstituts mit Deutschlands größter Sparkassenfiliale entstehen. Die bisherigen 150 Mitarbeiter am Standort Kölnische Straße sind bereits zum Jahreswechsel umgezogen. Unter anderem in die Hauptstelle der Kasseler Sparkasse an der Wolfsschlucht. Lange werden sie und ihre Kollegen dort nicht mehr bleiben. Wenn der Neubau Mitte 2024 steht, beginnt ein großes Stühlerücken.

Die Kasseler Sparkasse, die seit der Fusion mit von Kreis- und Stadtsparkasse im Jahr 1997 zwei Verwaltungsstandorte hatte, ist dann mit ihrem Hauptsitz an der Kölnischen Straße vertreten. In dem neuen Gebäude ist Platz für 520 Mitarbeiter.

Neben der Evangelischen Bank, die an der Kreuzung Fünffensterstraße/Ständeplatz gerade Millionen in ihren Sitz investiert hat und der Volksbank Kassel Göttingen am Scheidemannplatz sorgt jetzt auch die Sparkasse für einen modernen Akzent in der Kasseler Innenstadt.

Eine Nachfolgeregelung für die Immobilie an der Wolfschlucht gibt es übrigens schon. Hier will die Stadt Kassel mit einem sogenannten technischen Rathaus als Mieter einziehen. Bisher sind unter anderem der Denkmalschutz, die Stadtplanung sowie das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt und einige andere Ämter mehr auf 20 Standorte in der Stadt verteilt. Von der Kurt-Schumacher-Straße über das Hölkesche Haus an der Friedrichstraße bis zum Karlsplatz. Das soll sich ändern.

Da kommt das zentral gelegene Sparkassengebäude an der Wolfsschlucht gerade recht. Im dritten Anlauf nach Überlegungen für das Salzmanngelände und den Karlsplatz wäre das dann eine weitgehend konfliktfreie Lösung. Eine entsprechende Vereinbarung haben Oberbürgermeister Christian Geselle und Sparkassenchef Ingo Buchholz bereits präsentiert. (Thomas Siemon)

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