Multikulti und viel Musik: Tausende feierten beim Frühlingsfest des Kulturzentrums Schlachthof

Spaß rund um den Globus

Lustig: Paul und Anneliese vom „Theater Kuck An“ zogen mit ihrer lustigen Show alle Blicke auf sich. Fotos: Koch

kassel. Trommeln fürs Fest: Die Gruppe Samba Absurdo machte am Samstag mächtig Wirbel zum Auftakt des Frühlingsfests rund um das Kulturzentrum Schlachthof. Dabei hat das Multikulti-Fest in der Kasseler Nordstadt eine große und treue Fan-Gemeinde. Laut, bunt und fröhlich - so feierten Tausende auf dem Kemal-Altun-Platz und den angrenzenden Straßen, über denen riesige Blüten, Echsen und Insekten aus Pappmaché schwebten.

Leckeres aus aller Welt

Martina Nieswandt war zum ersten Mal dabei - und begeistert. „Ganz toll“, schwärmte die 38-Jährige, die mit ihren drei Kindern gekommen war. Besonders angetan hatten es ihr die internationalen Spezialitäten, die an zahlreichen Ständen angeboten wurden. Baclava oder Paella, Döner oder nordafrikanische Tajine? Wer konnte, probierte von allem etwas. Oder erprobte sich in artistischen Künsten. Der Zirkus Buntmaus lud dazu ein, Hula-Hoop-Reifen, Keulen, Teller und Ringe kreisen zu lassen. Benjamin Can und Tochter Ines (7) erwiesen sich als wahre Künstler. „Jetzt haben wir uns eine Waffel verdient“, sagte der Vater nach der artistischen Einlage.

Für fröhliche Gesichter sorgten am Nachmittag auch Herr Müller, Herr Schultz und Herr Svenson, die ihre Namen auf T-Shirts trugen und Jung und Alt mit lustigen Kinderliedern wie dem Popcorn-Song erfreuten. Härtere Töne schlugen die Rapper des Jugendzentrums Schlachthof an. „Jeder weiß es Bruder, ihr seid die Loser“, reimte das junge Duo „Straßenkommando“, vier ältere Jungs rappten über das Leben in Kasachstan und Deutschland. Da schwang auch Traurigkeit mit.

Die Fremdheit zu überwinden und Menschen unterschiedlicher Herkunft einander näher zu bringen, hat sich das Kulturzentrum Schlachthof zur Aufgabe gemacht. Am Wochenende feierten sie gemeinsam. Bereits am Freitagabend drängten sich viele Menschen in den Straßen, lauschten den Rhythmen der Bands und genossen das bunte Treiben.

Mit heißen Klängen rund um den Globus ging es am Samstag auf den beiden Bühnen bis spät am Abend weiter. Nach der Livemusik war aber noch lange nicht Schluss: DJ Scruffy sorgte in den Räumen des Kulturzentrums Schlachthof dafür, dass die Party bis in die Morgenstunden weiterging. Ausgelassen und friedlich.

Mehr Fotos vom Frühlingsfest rund um den Schlachthof finden Sie bei HNA-online unter www.hna.de/foto

Von Ellen Schwaab

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