Sorge um Arbeitsplätze an deutschen Standorten

SPD-Chefs gegen K+S-Übernahme

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Ministerpräsident Stephan Weil und Oppositionsführer Torsten Schäfer-Gümbel, beide SPD

Kassel. Die SPD-Länderchefs von Hessen und Niedersachsen, Oppositionsführer Torsten Schäfer-Gümbel und Ministerpräsident Stephan Weil, machen sich gegen eine Übernahme des Düngemittelherstellers K+S durch dessen Konkurrenten PCS stark.

„Wir halten das Angebot für nicht zielführend“, sagte Schäfer-Gümbel am Samstag nach einer gemeinsamen Sitzung der SPD-Präsidien der beiden Bundesländer in Kassel. Angesichts von Überkapazitäten auf dem Kalimarkt sorgen sich die Sozialdemokraten um die deutschen Standorte. Eine Marktbereinigung werde zu Lasten der Arbeitsplätze hierzulande gehen, sagte Weil, „auch deshalb ist die Politik gefragt.“ Dass der K+S-Vorstand das Angebot abgelehnt habe, sei zu begrüßen. Die SPD-Landeschefin von Sachsen-Anhalt, Katrin Budde, hatte sich am Freitag ähnlich geäußert. K+S beschäftigt 70 Prozent seiner weltweit gut 14 000 Mitarbeiter in Deutschland, einen Großteil davon in Hessen und Niedersachsen.

Anders als bei VW, wo Niedersachsen 20 Prozent der Stimmrechte hält, haben die Länder keinen direkten Einfluss auf K+S. Schäfer-Gümbel und Weil setzen auf politische Überzeugungsarbeit – und auf das Bundeskartellamt, das eine Übernahme durch PCS nicht ohne weiteres absegnen könne: „K+S und der Bergbau haben in Deutschland eine strategische industriepolitische Bedeutung.“ (wll)

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