Ex-Bundestagskandidat weist Vorwürfe wegen sexueller Nötigung zurück

Pfeffermann: Im Prozess "werden privateste Dinge zur Sprache kommen"

Kassel. Der ehemalige SPD -Bundestagskandidat Rainer Pfeffermann hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erneut zurückgewiesen.

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Kasseler Staatsanwaltschaft klagt Rainer Pfeffermann an

Wie am Donnerstag berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Kassel Pfeffermann angeklagt, weil er im April 2009 eine 39-jährige Parteifreundin sexuell genötigt haben soll.

Diese Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, heißt es in einer Pressemitteilung von Pfeffermanns Anwalt Axel Dohmann. Wenn das Landgericht ein Hauptverfahren eröffne, werde Pfeffermann „die öffentliche Verhandlung als Chance nutzen, seine durch die Vorgänge schwerwiegend geschädigte Reputation wieder herzustellen“, heißt es in der Erklärung. Pfeffermann sei zuversichtlich, dass sich seine Unschuld erweise. Die öffentliche Gerichtsverhandlung werde „für alle Beteiligten sicher sehr belastend, zumal privateste Dinge zur Sprache kommen werden müssen“.

Gegenüber den Ermittlungsbehörden habe er Gründe genannt, aus denen die Parteifreundin ihre Anschuldigungen erhoben haben könnte, lässt Pfeffermann über seinen Anwalt mitteilen: Die Frau mache seit Juni 2009 Arbeitslohnforderungen in Höhe von 42.000 Euro geltend. Aus Sicht von Pfeffermann ist diese Forderung unberechtigt, sie sei auch nicht eingeklagt worden. Am 23. Juli 2009 wurden die Vorwürfe der Frau gegen über dem Bundestagskandidaten dann öffentlich - kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Bundestagswahl.

Noch ist unklar, ob das Landgericht Kassel die Anklage zulassen wird. Nach Angaben Dohmanns hätte es ausgericht, wenn sich die Staatsanwaltschaft an das Amtsgericht als untere Instanz gewendet hätte - „so ist aber unserem Mandanten die Möglichkeit genommen, erforderlichenfalls ein Berufungsverfahren zu führen“. (hai)

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