Kasseler Hafenbrücke wird heute um 18 Meter verschoben

Kassel. Am heutigen Donnerstag ist der spektakulärste Tag beim Neubau der Hafenbrücke. 3000 Tonnen Stahl und Beton werden 18 Meter über die Fulda geschoben. Aus zwei halben Brücken entsteht so die Gesamtkonstruktion, die den Fluss auf 110 Metern überspannt.

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In Kassel ist dieses Verfahren noch nie praktiziert worden, bei Eisenbahnbrücken ist es aber durchaus üblich. So wird gewährleistet, dass eine Verbindung nicht über Monate gesperrt werden muss.

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Deshalb auch die gute Nachricht für die Verkehrsteilnehmer: Autos und Lkw können trotz der Arbeiten weiter mit höchstens Tempo 30 über die Baustelle Hafenbrücke fahren. Lediglich die Fulda ist während der Arbeiten gesperrt. Für die Ausflugsboote von Söllner und Rehbein gibt es Ausnahmeregelungen. „Bei Bedarf können wir die Arbeiten für kurze Zeit unterbrechen und die Schiffe durchlassen“, sagt Bauingenieurin Binasa Bidzan-Cornelius, Brückenexpertin vom Kasseler Straßenverkehrsamt.

Zwischen 1,5 und zwei Metern pro Stunde wird sich das Brückenteil in Richtung der Endposition bewegen. Ganz langsam und sehr vorsichtig. Große Pressen der Firma Gerdum und Breuer sorgen dafür, dass es gleichmäßig vorangeht. Die Arbeiten können bis zum Abend dauern. Auf dem Brückenteil, über das der Verkehr läuft, werde man nichts davon spüren, sagt Binasa Bidzan-Cornelius. Ihre eindringliche Bitte an die Autofahrer: Tempo drosseln und sich auf den Verkehr konzentrieren.

Die Arbeiten an der Hafenbrücke sollen im Herbst abgeschlossen werden. Der Neubau kostet 15 Millionen Euro und befindet sich nach knapp drei Jahren auf der Zielgeraden. Trotz des Fundes einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, Hochwasser und Problemen beim Transport der 55 Meter langen Stahlträger ist es bisher gelungen, den Zeitplan einzuhalten.

Von Thomas Siemon

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