Auch Mitarbeiter unterstützen die gemeinsame Flutopferhilfe von HNA und Rotem Kreuz

K+S spendet 10 000 Euro

K+S-Mitarbeiter unterstützen die Spendenaktion und sammelten gestern bereits 1150 Euro. Foto: Koch

Kassel. Die gemeinsame Spendenaktion von HNA und Deutschem Roten Kreuz (DRK) für die Flutopfer ist sehr erfolgreich gestartet. Gestern hat das Kasseler Unternehmen K+S 10 000 Euro zur Hilfsaktion beigesteuert.

„Als die HNA uns fragte, ob wir uns an der Spendenaktion beteiligen, haben wir gern zugesagt. Die Opfer der Hochwasserkatastrophe brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe“, sagt K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner. Wie gut der Zusammenhalt einer Gesellschaft ist, zeige sich immer dann, wenn die Not am größten ist: „Wir würden uns daher sehr freuen, wenn sich HNA-Leser und Hessentagsbesucher ebenfalls an der Aktion beteiligen.“

Auf dem extra eingerichteten Spendenkonto waren gestern Mittag bereits 20 000 Euro von Einzelspendern eingegangen. Auch die Mitarbeiter von K+S ziehen mit. Nachdem das Unternehmen gestern die Unterstützung für die Flutopfer intern bekannt gemacht hatte, „haben sich zahlreiche Mitarbeiter spontan zu Spenden bereit erklärt“, berichtet K+S-Sprecher Michael Wudonig. Auf diese Weise seien gestern bereits binnen weniger Stunden 1150 Euro zusammengekommen.

K+S betreibt in Zielitz in der Nähe von Magdeburg ein großes Kaliwerk und in Bernburg, das an der Saale nahe der Stadt Halle gelegen ist, ein großes Salzwerk. Beide Werke befinden sich in Sachsen-Anhalt. Keines der Werke sei trotz Flussnähe bislang direkt vom Hochwasser betroffen. Aber rund um die beiden Werke sind auch viele Mitarbeiter von K+S zu Opfern der Fluten geworden.

Als Soforthilfe hatte das Kasseler Unternehmen dem Landkreis Börde sowie der Stadt Magdeburg 100 000 Säcke, in die normalerweise K+S-Produkte gefüllt werden, als Sandsäcke zum Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt. In den umliegenden, vom Hochwasser betroffenen Ortschaften stellte das Kaliwerk technische Ausrüstung zur Unterstützung der Hilfseinsätze zur Verfügung. Ein Radlader wurde zum Transport von Sand und Sandsäcken eingesetzt, diverse Tauchpumpen und Rohrdichtkissen wurden zur direkten Gefahrenabwehr an den Deichen genutzt.

Der Vorstand der K+S-Aktiengesellschaft hat beschlossen, Mitarbeitern schnell und unbürokratisch zu helfen, die erhebliche Schäden durch Hochwasser erlitten haben oder von einer Evakuierung betroffen sind. „Die Betroffenen werden mit bis zu vier Tagen bezahlter Freistellung von der Arbeit sowie einer finanziellen Soforthilfe von 1500 Euro unterstützt“, erklärt Wudonig.

K+S-Mitarbeiter, die im Rahmen des Katastrophenschutzes ehrenamtlich etwa für Feuerwehren oder Technisches Hilfswerk tätig sind und im Zusammenhang mit der Hochwasserhilfe zum Einsatz verpflichtet wurden, sollen für die Dauer des Einsatzes bezahlt von der Arbeit freigestellt werden. „Als weiteren Beitrag seitens K+S zu den Hilfsmaßnahmen werden wir auf die übliche Erstattung aus öffentlichen Kassen verzichten“, kündigt Wudonig an. (ach)

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