Kanalarbeiten

Baustelle Karthäuserstraße: Sperrung bleibt bis Ende März

Seit Monaten Baustelle: Die Karthäuserstraße zwischen Königstor und Friedrich-Ebert-Straße ist seit August gesperrt. Erst wurden Wasserleitungen verlegt, jetzt werden unterirdisch neue Kanäle gegenüber der alten Hauptpost gegraben. Foto: Zgoll

Kassel. Schon seit vier Monaten ist die Karthäuserstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Königstor gesperrt. Autofahrer müssen sich noch eine Weile gedulden.

Die viel genutzte Verbindungsstrecke zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Wilhelmshöher Allee bleibt noch bis zum Frühjahr Baustelle. Voraussichtlich werde die Sperrung Ende März aufgehoben, hieß es auf Anfrage der HNA aus dem Rathaus. Grund sind aufwendige Kanalbauarbeiten im Vorfeld des Umbaus der Friedrich-Ebert-Straße, der im kommenden Jahr beginnt.

Ende August war die Karthäuserstraße zunächst für vier Wochen gesperrt worden. Bevor der Kanalbau in Angriff genommen werden konnte, mussten Leitungen der Städtischen Werke verlegt werden, um die Wasserversorgung für die Innenstadt zu sichern, sagt Rathaus-Sprecher Ingo Happel-Emrich. Dafür wurde eine Wasserleitung aus der Friedrich-Ebert-Straße über den Parkplatz Hinter der Komödie bis zur Karthäuserstraße verlegt.

Danach war die Durchfahrt kurzzeitig wieder frei. Dann wurde die Karthäuserstraße für den Kanalbau des städtischen Eigenbetriebs Kasselwasser erneut voll gesperrt und die Straße wieder aufgerissen. Zunächst wurde ein Kanal von der Jordanstraße bis zur Einmündung des Parkplatzes Hinter der Komödie gebaut. Jetzt wird die Baugrube genutzt, um in sogenannter Stollenbauweise den Kanal in Richtung Friedrich-Ebert-Straße zu erstellen - das heißt, es wird unterirdisch gearbeitet, wie im Bergbau. Diese Arbeiten sollen laut Stadtsprecher Happel-Emrich im März / April abgeschlossen sein. Dann können Autofahrer die Karthäuserstraße wieder benutzen.

Im Kreuzungsbereich der Friedrich-Ebert-Straße entsteht dann allerdings eine weitere Baugrube, von der aus unterirdisch der Kanalbau in beide Richtungen der Friedrich-Ebert-Straße sowie in die Bürgermeister-Brunner-Straße (neben der alten Hauptpost Richtung Kulturbahnhof) weitergeht.

Wie berichtet, soll die derzeit wenig ansehnliche Friedrich-Ebert-Straße bis 2015 in einen von Bäumen gesäumten Boulevard mit breiten Bürgersteigen umgebaut werden. Dazu werden 2013 alle Leitungen (Wasser, Strom, Fernwärme) sowie die Kanäle ausgetauscht, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Statt eines zentralen Kanals in der Straßenmitte mit langen Hausanschlüssen wird es künftig zwei Kanäle geben, die näher an den Gebäuden liegen. (rud)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.