Angebot für Jugendliche: Unterstützer für Samstagstreff in der Halle auf der Marbachshöhe gesucht

Sportangebot gegen Randale

Musik vom Plattenteller: Evelina Podskarbi alias DJ Dada sorgt für den Sound.

Bad Wilhelmshöhe. Die Alarmsignale auf der Marbachshöhe im vergangenen Jahr waren unübersehbar: Zerstörte Haltestellen und Telefonzellen sowie beschädigte Autos riefen die Polizei auf den Plan. Die Ordnungshüter fuhren verstärkt Streifen und machten die mutmaßlichen Übeltäter dingfest.

Keine Freizeitmöglichkeiten

Das allein konnte es aber auch nicht sein. „Es gab einfach keine sinnvollen Freizeitmöglichkeiten für junge Leute“, sagt Ortsvorsteher Martin Engels (CDU). Zusammen mit dem Jugendamt der Stadt hat der Polizeibeamte das Projekt Midnight Sport auf den Weg gebracht.

Seit dem Herbst gibt es samstags von 20 bis 23 Uhr in der Sporthalle Marbachshöhe ein Angebot, das die Jugendlichen von der Straße holen soll. In Zusammenarbeit mit dem Verein Komma e.V. bieten Übungsleiter und Cliquenbetreuer ein Sportprogramm an. Dazu machen DJs Musik.

„Das Angebot hat sich bewährt, jeden Samstag machen 25 bis 30 Jugendliche mit“, sagt Katrin Wagner von der Kinder- und Jugendförderung der Stadt. Die Teilnahme ist kostenlos und soll es auch bleiben. Ähnliche Angebote gibt es bereits in der Nordstadt und in Oberzwehren. Auch die würden hervorragend angenommen, sagt Katrin Wagner.

Die ersten sieben Abende in der Sporthalle Marbachshöhe, Ludwig-Erhard-Straße 49, hat die Stadt finanziert. Jetzt werden Sponsoren gesucht. Der Ortsbeirat Bad Wilhelmshöhe hat aus seinen Dispositionsmitteln vier weitere Abende möglich gemacht, die Lenoir-Stiftung engagiert sich ebenfalls. Auch die Werbegemeinschaft im City Center am Bahnhof Wilhelmshöhe will den Mitternachts-Sport unterstützen. Corina Lesny-Kugel, die die Aktivitäten der Kaufleute koordiniert, hat die Finanzierung von zwei Abenden zugesagt.

„Unser Ziel ist es, dass wir den Samstagstermin dauerhaft anbieten können“, sagt Martin Engels. Er setzt auf weitere Sponsoren aus der Wirtschaft und Patenschaften von Privatleuten. Wer das Programm unterstützen will, kann sich mit ihm in Verbindung setzen.

Kontakt: Martin Engels, E-Mail: engels-kassel@t-online. de

Von Thomas Siemon

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.