Stadt will zentrales Internetportal für Aktivitäten der Vereine aufbauen

Sportangebote sollen ins Netz

Boris Mijatovic

Kassel. Wer in Kassel Lust auf sportliche Betätigung hat, soll sich künftig in einem städtischen Internetportal über die Angebotsvielfalt der Sport treibenden Vereine informieren können. Ein entsprechender Vorstoß von SPD und Grünen wurde am Dienstag im Stadtparlamentsausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport einstimmig gebilligt.

Nach den Vorstellungen der Initiatoren soll das Angebot eine einfache Suche nach Stadtteil, Sportart und Zeitpunkt ermöglichen. Bei den gedruckten Übersichten, die die Stadt regelmäßig veröffentlicht, gebe es das Problem, dass Ansprechpartner und andere Daten häufig veraltet seien, sagte Barbara Bogdon von der SPD. Boris Mijatovic von den Grünen argumentierte, dass es im Kulturbereich heute selbstverständlich für Konzertbesucher, Kino- und Theatergänger sei, sich im Internet zu informieren. Ein solches Angebot müsse auch für den Sport geschaffen werden.

Mit einem zentralen Angebot könne die Stadt auch Unterstützung für die Ehrenamtlichen im Sport leisten, die sich mit der technischen Umsetzung von Vereins-Websites nicht immer leichttäten, sagte Mijatovic. Zudem würden solche Auftritte im Netz häufig nur innerhalb der eigenen Mitgliederschaft genutzt.

Diskutiert wurde im Ausschuss darüber, ob ein städtisches Sportportal nur klassischen Vereinen oder zum Beispiel auch Freizeitsportgruppen und weiteren Anbietern zur Verfügung stehen soll. Die Vertreter von Links- und Piratenpartei sprachen sich dafür aus, die Übersichten im Netz möglichst offen zu gestalten.

Dazu meinte Sozialdezernentin Anne Janz (Grüne): „Die Abgrenzung zu privaten Anbietern muss gewährleistet sein“ – nicht zuletzt auch wegen der Perspektive, die städtische Dienstleistung eventuell durch Werbeschaltungen im Netz mitfinanzieren zu können.

Sozialdezernentin Janz stellte in Aussicht, dass das Informationsangebot im kommenden Jahr an den Start gehen könnte. Parallel zu dem politischen Vorstoß sei auch das Sportamt mit entsprechenden Vorarbeiten beschäftigt. Was Kassels Sportvereine zu bieten haben, werde aber einstweilen auch weiter in gedruckter Form herausgegeben.

Von Axel Schwarz

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