Germanisten Nina-Maria Klug und Bernd Maubach haben Fandrey-Preis erhalten

Sprache ist kalt oder hitzig

Doktorarbeiten im Gespräch: Anneliese Hartleb (Dritte v. l.) ließ sie sich von Andreas Gardt (von links) , den Preisträgern Nina-Maria Klug und Bernd Maubach sowie Peter Seibert erklären. Foto: Dilling

Kassel. Sprache kann hitzig daherkommen oder kalt und emotionslos. Beide Spielarten haben die Germanisten Nina-Maria Klug und Bernd Maubach in ihren Doktorarbeiten analysiert. Maubach hat die „ausgekältete“ Sprachtechnik des 1995 gestorbenen Dramatikers und Regisseurs Heiner Müller anhand von dessen Hörspielen beschrieben. Klug hat die deftig-drastischen Texte und Bilder von Flugblättern aus dem 16. Jahrhundert analysiert, mit denen die wachsende Zahl der Lutheraner und die Katholiken versuchten, sich Gemeindemitglieder abspenstig zu machen.

Für diese literarische Forschungsarbeit haben die beiden Wissenschaftler jetzt den mit jeweils 1200 Euro dotierten Arthur-Fandrey-Preis erhalten.

Die frühere Lebensgefährtin des 1993 verstorbenen Namensgebers dieses Preises und Ehrenbürgerin der Universität Kassel, Anneliese Hartleb, gratulierte jetzt Klug und Maubach während einer Feierstunde im Institut für Germanistik zu ihrem Erfolg. Die Fandrey-Stiftung fördert die Forschung an der Universität Kassel auf sprachwissenschaftlichem Gebiet und prämiert herausragende Doktorarbeiten.

Bernd Maubach war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Dr. Peter Seibert, der auch die Doktorarbeit betreute. Heute ist der 32-jährige Maubach Dozent für Primardidaktik, Literatur- und Medienwissenschaft am Institut für Germanistik.

Nina-Maria Klug (30) war wissenschaftliche Mitarbeiterin bei ihrem späteren Doktorvater Professor Dr. Andreas Gardt. Mit diesem arbeitet sie nun als wissenschaftliche Assistentin für Sprachwissenschaft und Linguistik weiter zusammen. (pdi)

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