Acht Ehec-Kranke nach Feier - Spur führt zu Caterer im Kreis Kassel

Kassel/Uschlag. Mindestens acht Menschen haben sich bei einer Feier in Uschlag (Gemeinde Staufenberg) mit Ehec infiziert. Eine Spur zur Quelle der Erkrankung ist nach Informationen der HNA möglicherweise ein Partyservice aus Kaufungen.

Genaue Angaben gibt es nicht, laut niedersächsischem Gesundheitsministerium hat ein Caterer aus dem Kreis Kassel das Essen für 70 Gäste geliefert.

Aktualisiert am 10. Juni um 8.10 Uhr.

Nach Erkenntnissen der hessischen Landesregierung handelt es sich bei den Erkrankungen nach der privaten Feier vermutlich um Sekundärinfektionen. Die Tochter des Caterers sei am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt, bei dem Blutzellen geschädigt und die Nierenfunktion gestört werden. Angesteckt habe sie sich wohl in einer Kantine im Rhein-Main-Gebiet. Auch ihre Mutter, die in dem Unternehmen arbeitet, sei erkrankt. Es gebe keine Hinweise, dass die Infektion über die Lebensmittel erfolgt sei, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Die Infektion könne bei der Zubereitung geschehen sein.

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Das Ministerium in Hannover schreibt von fünf Erkrankten im Landkreis Göttingen. Nach Angaben des Vereinskrankenhauses Hann. Münden wurden dort aber sechs Patienten behandelt, die am 28. Mai Gäste der Feier eines 70. Geburtstags waren. Bei einem Teil der Patienten steht der Labornachweis des Ehec-Keims noch aus, sie leiden aber an den typischen Symptomen. Mindestens ein Geburtstagsgast leidet am HUS. Von den drei Gästen aus Kassel, die erkrankt sind, leiden zwei am HUS. Das sagte Dr. Markus Schimmelpfennig vom Kasseler Gesundheitsamt.

Am 6. Juni wurde bekannt, das zwei offensichtlich verwandte Männer im Vereinskrankenhaus unter Ehec-Verdacht aufgenommen worden waren. Beide hatten die Feier besucht. Einer der Männer wurde wegen abklingender Beschwerden wieder entlassen. Bei dem zweiten bestehe "die Tendenz zu einem schwereren Verlauf", sagt Dr. Carsten Meyer-Kirchner, der betreuende Arzt. Er wurde in das Universitätsklinikum Göttingen verlegt.

Am Donnerstag wurden vier weitere Gäste mit "hochgradigem Ehec-Verdacht" ins Vereinskrankenhaus gebracht. Sie wiesen die typischen Symptome auf. Im Moment gehe es jedoch allen relativ gut. (asc/hei/hai/dpa)

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