6000 Postkarten für den Erhalt

Staatssekretär gibt Hoffnung für Schleuse

+
Rettungsaktion: 6000 Unterschriften übergaben (von links): OB Bertram Hilgen, Ministerin Eva Kühne-Hörmann, Peter Knödgen, Winfried Rost, Werner Graf, Magnus Lachenich vom Nautic Club und Jan Hörmann, Sprecher des ZKS Kassel.

Hannover/Kassel. Klares Bekenntnis für die Zukunft der Oberweser, Hoffnung für die Fulda und die Kasseler Schleuse - so lässt sich eine Stellungnahme des für die Wasserstraßen zuständigen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), zusammenfassen.

Die Schleuse im Regiowiki

Ferlemann bekam am Montag bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte in Hannover 6000 Postkarten überreicht, mit denen sich Kasseler Bürger für den Erhalt der Kasseler Schleuse und der Fulda als schiffbaren Fluss einsetzen. Bei der Übergabe waren unter anderem Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann dabei. Ferlemann sagte, dass man mit einer funktionierenden Schleuse sicher über deren 100-jähriges Bestehen im nächsten Jahr hinwegkommen werde. Wie in Hannover zu hören war, kann auch das beschädigte Tor der Schleuse noch einmal repariert werden. Die kommende Sommersaison auf der Fulda scheint damit gerettet zu sein.

Für eine generelle Sanierung der Fulda seien Ideen gefragt, erklärte Ferlemann. Vorstellbar sei etwa, dass der Bund als Eigentümer den Fluss und die Schleuse noch einmal sanierten und dann beide in gutem Zustand etwa an das Land Hessen abgebe.

Enak Ferlemann

Favorisiert wird aber offenbar die Überlegung, aus der Sanierung der Schleuse ein Modellprojekt zu machen, an dem etwa der Denkmalschutz und die Universitäten Kassel und Darmstadt mitmachen. Dieses Modellprojekt könnte der Bund bei der Sanierung anderer alter Schleusen in Deutschland anwenden. Im kommenden Frühjahr soll eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten von Bund, Land und Stadt eine Bestandsaufnahme anfertigen und erste Vorschläge präsentieren.

Oberweser weiter schiffbar

Um die Zukunft der Oberweser müsse sich niemand Sorgen machen, betonte der Staatssekretär. Der Bund werde sie als schiffbare Wasserstraße erhalten, erklärte Ferlemann mit Nachdruck. „Wir wollen, dass auf der Oberweser Güter transportiert werden“, betonte er. Das Gleiche gelte für den Edersee. Er werde weiter Wasser für die Schifffahrt auf der Weser abgeben müssen. „Auch wenn sich manche Touristen weiter über einen leeren See ärgern müssen“, sagte Ferlemann.

Von Frank Thonicke

Video aus dem Archiv: Kasseler Schleuse an der Fulda: So funktioniert sie

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.